Vereine vorstellen 10. August 2026

Daniela Kunz-Scheuring und Michaela Huth von KG „BASSEMER BUR-JECKE“ 1996 zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn Kinder mit leuchtenden Augen die ersten Schritte auf die Bühne setzen, wenn Tanzgruppen monatelang an Choreografien feilen und ein ganzes Dorf gemeinsam feiert, dann ist das kein bloßer Termin im Kalender – es ist gelebte Gemeinschaft. In Bassenheim, einer Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz, trägt der Karneval diese Gemeinschaft seit Jahrzehnten. Er ist ein Versprechen auf Zusammenhalt, ein Ort, an dem Tradition nicht staubig wird, sondern schwungvoll von einer Generation zur nächsten wandert. Genau darüber sprechen die erste Vorsitzende der KG „BASSEMER BUR-JECKE“  1996, Daniela Kunz-Scheuring, und Vereinsmitglied Michaela Huth im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den „Trude Kuh“ TV-Studios.

Karneval in Bassenheim: Warum ein Verein heute wichtiger denn je ist

Für Daniela Kunz-Scheuring begann alles ganz pragmatisch: Ein neuer Verein, Karneval ist etwas Schönes, da macht man mit. Die Leidenschaft zündete erst Jahre später in der Tanzgruppe – und blieb. Von der Schriftführerin (2003 bis 2016) über den zweiten Vorstand bis zur ersten Vorsitzenden seit 2020 hat sie nahezu jede Station im Ehrenamt durchlaufen. Ihre zentrale Erfahrung: In einem kleinen Dorf kennt jeder jeden, die Menschen halten zusammen, und diese Verlässlichkeit macht den Verein zum Herzstück des sozialen Lebens. Gerade für Kinder und Jugendliche, die heute oft in einer schnellen, digitalen Welt großwerden, ist die Bühne ein geschützter Raum zum Ausprobieren. Der Moment, in dem ein Kind nach einem Auftritt strahlt, ist für die Aktiven der KG der beste Lohn für ein Jahr Training, Planung und Organisation.

Auch für Michaela Huth war der Einstieg familiär: Die Tochter begann zu tanzen, die Mutter machte mit – und blieb, weil die Gemeinschaft trägt. Ihr persönlicher Blick auf den Karneval ist bodenständig und klar: Diese Events sind wichtig, weil sie Menschen zusammenbringen und Bindung schaffen, die anderswo selten geworden ist. Diese Bindung trägt übrigens weit über die Saison hinaus, denn in Bassenheim ist die fünfte Jahreszeit fest im gesellschaftlichen Leben verankert.

Vom Mini-Projekt bis zur „Burricane“: Die Gruppenstruktur wächst mit

Die KG „BASSEMER BUR-JECKE“ 1996 ist breit aufgestellt und wächst stetig. Früher gab es eine kleine Garde mit 20 bis 30 Kindern, heute ist die Vielfalt groß: Die Jüngsten starten im Mini-Projekt – nicht alles sitzt perfekt, aber der Spaß zählt. Danach folgen die Bur Kids im Grundschulalter, die Bur Dancer als neue Teenie-Gruppe und die Bur Stars, die bereits mit bemerkenswerter Präzision tanzen. Das Aushängeschild sind die „Burricane“, eine starke Formation mit nahezu 30 Aktiven zwischen 20 und Mitte 30, die den Verein im gesamten Kreis repräsentiert. Und dann gibt es die Gruppe mit dem wohl charmantesten Namen: die „Burnouts“. Hier tanzen Erwachsene ab Anfang 30 bis offen nach oben, aktuell bis 50 – Showtanz mit Haltung, Humor und viel Teamgeist. Wer mitmachen will, darf mitmachen – auch ohne perfektes Tanztalent. Zur Not trägt jemand einen Baum über die Bühne, sagt Daniela lachend, denn: Platz für alle ist Prinzip.

Die Vielfalt endet nicht beim Showtanz. Die KG zählt sieben Gruppen und drei Garden, die Kinder- und Jugendgarde tanzen zum Beispiel ein gemeinsames Programm auf der großen Sitzung am Samstag vor Karneval. Besonders stolz ist der Verein auch auf das junge Männerballett „scharfe Burschen“, das sich vor drei Jahren aus der „Burricane“ entwickelte und inzwischen 15 Mann stark ist. Zwei Trainerinnen, Luisa und Antonia, halten das Niveau hoch und die gute Laune oben.

Zwischen Bühnenzauber und Behördenauflagen: Wie viel Planung hinter dem Frohsinn steckt

Der Zauber der Bühne entsteht nicht von allein. Trainings laufen das ganze Jahr über, Programmplanung mit dem Sitzungspräsidenten kostet Tage. Dazu kommen wachsende Erwartungen der Besucher und sichtbare Verschärfungen bei behördlichen Auflagen – vom Schützenfest bis zur Saalveranstaltung wird viel gefordert. Das hat Gründe, macht Ehrenamt aber nicht einfacher. Umso wichtiger ist die Aufgabenverteilung: Jede Gruppe hat Trainer und Betreuer, Eltern helfen bei Verpflegung, Logistik und den zahllosen Handgriffen im Hintergrund. Michaela Huth gilt als „gute Seele“ des Vereins: Sie denkt bei Kostümen und Requisiten voraus, näht, repariert und koordiniert, wenn einmal eine Naht der Choreografie nicht standhält. So wird aus Engagement Verlässlichkeit – und aus Verlässlichkeit entsteht Gemeinschaft.

Umzug, Halle, Dorf: Wenn 800 Menschen gemeinsam feiern

Karneval in Bassenheim ist sichtbar. Beim Umzug pilgert das Dorf in die Karmelenberghalle und feiert bis tief in die Nacht. Mit einem Besucher-Ticker wurden etwa 800 Menschen gezählt – eine Zahl, die zeigt, wie sehr der Karneval angenommen wird. Der Umzug findet aus Kostengründen alle zwei Jahre statt, denn die Finanzierung ist für einen Verein eine Herausforderung. Spenden sind entscheidend, damit die Bilder genau so bleiben, wie man sie liebt: Ein Karnevalswagen mit dem Vorstand, die Aktiven davor, Ehrungen für langjährige Treue, ein neues Vorstandsteam aus Menschen, die oft selbst einst als „Lütte“ begonnen haben. Diese Durchlässigkeit von der Jugendgruppe in die Vereinsführung macht die Kultur tragfähig.

Nachwuchs, Führung und Wünsche: Warum Zukunft aus Engagement entsteht

Nachwuchsprobleme? Nicht bei den Gruppen. Motivation und Zulauf sind stark, die Herausforderung liegt eher bei Helfenden für die Veranstaltungen und in der Vorstandsarbeit. Trotzdem ist die Bilanz positiv: Zahlreiche Ehemalige tragen Verantwortung – gelebte Weitergabe von Verantwortung statt bloßem Schlagwort. Daniela wünscht sich, dass es so weitergeht, mit stabilem Feedback aus dem Dorf und verlässlicher Unterstützung. Politisch wäre manches leichter mit mehr Ressourcen, doch die Ortsbürgermeisterin und der Verbandsbürgermeister stehen nach Kräften hinter der KG. Dieser Rückhalt ist wertvoll, denn Veranstaltungen mit Niveau, Sicherheit und Freude sind anspruchsvoll. Michaela würde sich freuen, wenn der Umzug eines Tages wieder jährlich stattfinden könnte – und generell, wenn der Verein weiter wächst. Die Chancen stehen gut: Wer einmal erlebt hat, wie Kinder über Jahre „hocharbeiten“ und am Ende mit großem Stolz auf der Bühne stehen, versteht, warum das Ehrenamt hier Heimat ist.

Deine Einladung: Wir von „Trude Kuh“ – komm ins TV-Studio, erzähl Deine Vereinsgeschichte und nutze die Reichweite

Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, Deinen Verein und Deine Geschichte in unseren TV-Studios zu präsentieren. Wenn Du einen starken Zusammenhalt, echte Nachwuchsarbeit, beeindruckende Tanzgruppen von den Jüngsten bis zu den „Burricane“ und „Burnouts“, einen Umzug, der das ganze Dorf mobilisiert, und eine Vereinsführung hast, die aus der eigenen Jugend herausgewachsen ist, dann bist Du genau richtig bei uns. Wir bieten Dir mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat die Bühne, die Du verdienst – für Sichtbarkeit, Mitgliedergewinnung und professionelles Storytelling. Schau bei uns vorbei auf „Trude Kuh“, lerne unser TV-Studio von „Trude Kuh“ kennen, nutze die Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, und informiere Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ produzieren sympathische, professionelle Formate, die Menschen berühren und Reichweite schaffen – wenn auch Du Deinen Verein sichtbar machen willst oder als Unternehmen zielgenau werben möchtest, dann melde Dich und lass uns gemeinsam Deine Geschichte auf die große Bühne bringen.

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