Vereine vorstellen 27. Oktober 2026

Manfred Schlösser und Dirk Storek vom Budo Sport Club Südbrookmerland e. V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein fester Griff, ein kontrollierter Schritt – und schon verändert sich die Lage auf der Matte. Doch hinter einer gelungenen Technik steckt weit mehr als Kraft: Konzentration, Vertrauen und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment ruhig zu bleiben. Beim Budo Sport Club Südbrookmerland e. V. gehören diese Werte ebenso zum Training wie Bewegung und Fitness. Über Kampfkünste, Selbstverteidigung und ein Vereinsleben, das Menschen über Generationen hinweg verbindet, sprachen der erste Vorsitzende Manfred Schlösser und sein Stellvertreter Dirk Storek in den TV-Studios von „Trude Kuh“. Das Gespräch führte Redaktionsleiter Georg Mahn.

Kampfsport als Weg zu Respekt und Selbstvertrauen

Der Budo Sport Club Südbrookmerland e. V. im Landkreis Aurich widmet sich seit 1978 verschiedenen Kampfkünsten und der Selbstverteidigung. Auf der Matte trainieren Menschen unterschiedlichen Alters gemeinsam, lernen voneinander und entwickeln ihre Fähigkeiten Schritt für Schritt weiter. Wettkämpfe und Gürtelprüfungen gehören dazu, doch sie bilden nur einen Teil des Vereinslebens. Im Mittelpunkt stehen auch Disziplin, Gemeinschaft und ein respektvoller Umgang miteinander.

Manfred Schlösser ist dem Verein bereits seit dem Jahr nach dessen Gründung verbunden und prägt ihn seit vielen Jahren als Vorsitzender. Im Gespräch beschreibt er Körperbeherrschung, Fitness und die Möglichkeit, sich im Notfall verteidigen zu können, als wichtige Bestandteile des Trainings. Entscheidend sei aber ebenso die Gemeinschaft. Der besondere Titel „Renshi“, der auf der Vereinsseite für Schlösser verwendet wird, bezeichnet eine Stufe über dem Sensei – einem Meister, der eigenständig eine Gruppe führt.

Auch Dirk Storek fand über persönliche Kontakte zum Kampfsport. Eine damalige Freundin machte die Sportart, und Storek suchte selbst nach einer passenden Herausforderung. Nach einem Zwischenstopp bei einem anderen Verein führte ihn sein Weg zum Budo Sport Club Südbrookmerland e. V.. Dort blieb er: Der Sport sei für ihn längst nicht mehr wegzudenken. Inzwischen engagiert er sich als zweiter Vorsitzender.

Beide Gesprächspartner räumen mit dem verbreiteten Klischee auf, Kampfsport bedeute vor allem, anderen möglichst wirkungsvoll eine zu verpassen. Wer trainiert, lerne vielmehr die eigenen Möglichkeiten und Grenzen kennen. Dazu kämen Selbstkontrolle, Disziplin und Respekt – Fähigkeiten, die sich nicht an der Tür zur Trainingshalle ablegen lassen, sondern auch im Berufsleben und im Alltag wichtig werden können.

Gürtel, Prüfungen und unterschiedliche Disziplinen

Im Interview erklärt Schlösser auch die Dan-Grade und die verschiedenen Gürtelfarben. Die Meistergrade reichen vom ersten bis zum zehnten Dan. Bis zum fünften Dan stehen Prüfungen an; höhere Grade werden unter anderem mit Blick auf Leistungen wie Lehrgänge, Turniere und Verbandsarbeit verliehen. Mit steigendem Rang wächst zugleich die Verantwortung, Wissen und die Philosophie der Kampfkunst weiterzugeben. Ein Meister solle dabei Vorbild bleiben und trotz hoher Graduierung auf dem Boden bleiben.

Die Farben der Gürtel, wie sie heute in vielen europäischen Kampfsportarten üblich sind, entwickelten sich laut Schlösser aus einer europäischen Anpassung. In der überlieferten Erzählung begann das Training einst mit einem weißen Gürtel, der mit der Zeit dunkler wurde. Heute helfen unterschiedliche Farben dabei, Fortschritte sichtbar zu machen. Und auch nach dem schwarzen Gürtel ist längst nicht Schluss: Je nach Disziplin folgen weitere Farben und Graduierungen – bis hin zum von Schlösser augenzwinkernd beschriebenen „schweinchenrosa“ Gürtel mit goldenem Streifen.

Der Verein bietet unter anderem Jujutsu und Taekwondo an. Interessierte können verschiedene Trainings ausprobieren und herausfinden, welche Disziplin am besten zu ihnen passt. Denn nicht jeder möchte sich im direkten Zweikampf messen: Während manche die Nähe und Technik des Jujutsu reizt, liegen anderen die Tritte und Bewegungsformen des Taekwondo mehr.

Training, Wettkämpfe und ein starker Zusammenhalt

Ein Training beginnt mit dem Aufwärmen. Beweglichkeit, Ausdauer und eine gut vorbereitete Muskulatur sind wichtig, bevor anspruchsvolle Hebel, Gelenktechniken oder Dehnübungen dazukommen. Je nach Gruppe und Trainingsziel stehen anschließend Technik, Prüfungsvorbereitung oder Wettkampftraining auf dem Programm. Im Jujutsu-Wettkampf zählen unterschiedliche Aktionen: Würfe und Haltegriffe bringen Punkte, während ein erfolgreicher Hebel oder eine Würgetechnik, bei der der Gegner abklopft, höher bewertet wird.

Für Selbstverteidigung ist neben der Technik auch das Selbstvertrauen wichtig. Gerade Frauen sollen lernen, in einer bedrohlichen Situation nicht zu erstarren, sondern Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Eine Garantie, körperlich überlegen zu sein, verspricht der Verein nicht. Ziel ist vielmehr, die eigene Reaktion zu schulen und zu vermitteln, wie man sich im Ernstfall behaupten kann. Gleichzeitig lernen Kinder und Jugendliche früh, dass Kampftechniken nur für den äußersten Notfall gedacht sind. Der beste Kampf, so die klare Botschaft im Verein, ist einer, der gar nicht erst beginnt.

Seit 1999 richtet der Budo Sport Club Südbrookmerland e. V. den Sakura Cup und den Fudochi Cup aus. Die Turniere geben den jungen Sportlerinnen und Sportlern Gelegenheit, sich mit anderen zu messen und Trainingserfolge zu erleben. Auch gemeinsame Aktivitäten abseits der Matte gehören zum Programm: Beim Sommercamp stehen neben Training beispielsweise Ausflüge, Freizeitangebote und Unternehmungen in der Natur auf dem Plan. So wächst aus regelmäßigem Training eine Gemeinschaft, in der Kinder und Erwachsene auch mit persönlichen Anliegen Unterstützung finden können.

Der Verein engagiert sich außerdem für soziale Projekte. Bei einer Kampfsportaktion zugunsten der Krebs-Hilfe unterstützt er beispielsweise mit Helfenden und Ausrüstung, damit möglichst viel Geld dem guten Zweck zugutekommt. Für Storek ist der starke Zusammenhalt im Verein besonders wertvoll. Jedes Kind, das mit dem Training beginnt, werde als wichtiger Teil der Gemeinschaft betrachtet. Schlösser beschreibt die Matte auch als Ort, an dem er nach einem langen Arbeitstag abschalten kann – ein persönlicher Rückzugsort, der die Bedeutung des Vereinslebens gut auf den Punkt bringt.

Verein vorstellen und Werbung bei „Trude Kuh“

Der Budo Sport Club Südbrookmerland e. V. zeigt, wie Kampfsport Fitness, Selbstvertrauen, Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaft verbinden kann. Wenn Du einen Verein hast, der Menschen zusammenbringt, junge Leute stärkt oder sich für andere engagiert, kannst Du ihn bei uns in den TV-Studios von „Trude Kuh“ vorstellen. Wir von „Trude Kuh“ möchten Vereinen eine Bühne geben und ihre Arbeit einem größeren Publikum näherbringen. Auf unserer Seite „Trude Kuh“ erfährst Du mehr über unser Angebot; Informationen zum TV-Studio von „Trude Kuh“ findest Du ebenfalls online. Wenn Du Deinen Verein in einer Sendung präsentieren möchtest, kannst Du Dich über Verein im Interview vorstellen bei uns melden. Wir freuen uns darauf, mehr über Eure Ideen, Projekte und Menschen zu erfahren. Auch für Unternehmen kann ein Auftritt bei „Trude Kuh“ interessant sein: Mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bietet die Plattform vielfältige Möglichkeiten, eine Firma und ihre Angebote sichtbar zu machen. Wenn Du Werbung für Dein Unternehmen planst, findest Du unter Werbemöglichkeiten für Unternehmen passende Informationen. Ob Du also einen Verein vorstellen oder als Unternehmen neue Zielgruppen erreichen möchtest – wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein, Kontakt aufzunehmen und gemeinsam zu besprechen, was zu Dir passt.

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