Vereine vorstellen 25. August 2026

Peter Finke und Inge Jelitte vom KBV Zetel-Osterende zu Gast bei „Trude Kuh“

Eine Kugel, eine Straße und der prüfende Blick in die Ferne. Was auf den ersten Blick einfach anmutet, entpuppt sich als ein komplexes Zusammenspiel aus Gefühl, Kraft, Technik und einem feinen Gespür für Wind und Untergrund. Der Friesensport ist jedoch weit mehr als nur die Frage, wessen Wurf die größte Weite erzielt. Er ist tief in der norddeutschen Kultur verwurzelt, ein Symbol für Geschichte und ein Gemeinschaftsgefühl, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Genau diese einzigartige Tradition lebt der KBV Zetel-Osterende in der niedersächsischen Gemeinde Zetel seit fast einem Jahrhundert mit sportlichem Ehrgeiz und dörflichem Zusammenhalt. Doch wie gelingt es, ein solches Kulturgut zu bewahren und gleichzeitig für neue Generationen attraktiv zu gestalten? Über diese und viele weitere Fragen sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ mit dem ersten Vorsitzenden des Vereins, Peter Finke, und der Geschäftsführerin Inge Jelitte.

Mehr als Bollerwagen und Grünkohl: Die Faszination des Boßelns

Wenn viele Menschen das Wort „Boßeln“ hören, denken sie oft an gesellige Bollerwagentouren mit anschließendem Grünkohlessen und dem einen oder anderen Schnaps, wie Peter Finke und Inge Jelitte schmunzelnd bestätigen. Doch hinter diesem Klischee verbirgt sich ein ernstzuerkennender Leistungssport, der in einer langen Saison mit Punktwettkämpfen ausgetragen wird. Gekämpft wird bei nahezu jedem Wetter, außer bei gefährlicher Glätte. „Wir hatten schon See in den Schuhen stehen“, berichtet Inge Jelitte lachend und unterstreicht damit die Robustheit, die dieser Sport erfordert. Der Wettkampfgedanke ist tief verankert, es gibt sogar Europa- und Weltmeisterschaften, an denen Nationen wie Italien und Irland teilnehmen – eine Tatsache, die viele überrascht. Die eigentliche Kunst des Sports liegt darin, die Straße zu „lesen“. Jeder Straßenbelag, jede Kurve und jede Witterungsbedingung beeinflusst den Lauf der Kugel und erfordert eine präzise Wurftechnik sowie strategisches Denken. Ob mit der schwereren Gummikugel oder der Holzkugel, die heute meist aus Kunststoff besteht, die Athleten müssen sich ständig auf neue Gegebenheiten einstellen.

Ehrenamt und Nachwuchssorgen: Die Herausforderungen eines Traditionsvereins

Der KBV Zetel-Osterende, mit seinen rund 160 Mitgliedern und vier Mannschaften im Ligenbetrieb, steht vor Herausforderungen, die viele Vereine in Deutschland kennen. Die Suche nach engagierten Ehrenamtlichen und die Begeisterung junger Menschen für den Sport gestalten sich zunehmend schwierig. Peter Finke, seit 2013 erster Vorsitzender, und Inge Jelitte, seit 2010 Geschäftsführerin, wissen um die immense Arbeit, die hinter den Kulissen anfällt. Von der Finanzverwaltung über die Organisation von Wettkämpfen bis hin zur Kommunikation mit Verbänden – ein Verein ist wie ein kleines Unternehmen, das am Laufen gehalten werden muss. Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien eine große Anziehungskraft auf die Jugend ausüben, fällt es schwer, junge Leute für einen Sport zu gewinnen, der im Freien stattfindet und viel Engagement erfordert. Die beiden Gäste sehen es mit einem weinenden Auge, dass der Zugang zu diesem Gemeinschaftserlebnis an der frischen Luft für viele verloren zu gehen scheint. Umso wichtiger ist es, dass sich immer wieder Menschen finden, die Verantwortung übernehmen und die Zukunft des Vereins sichern.

Ein Jahrhundert Friesensport: Jubiläum und Zukunftspläne

Im Jahr 2027 feiert der KBV Zetel-Osterende sein 100-jähriges Bestehen – ein Meilenstein, der gebührend gefeiert werden soll. Die Planungen für dieses große Ereignis laufen bereits auf Hochtouren. Geplant ist eine große Feier in einer Eventscheune in Zetel, die sowohl einen offiziellen Teil als auch eine öffentliche Party mit Live-Band umfassen wird. Eine Woche vor der Feier wird zudem ein besonderes Jubiläumsturnier stattfinden, bei dem gemischte Teams aus Männern und Frauen um den Sieg kämpfen. Für die Zukunft wünschen sich Peter Finke und Inge Jelitte vor allem, dass der Verein weiterhin von einem starken Zusammenhalt getragen wird, alle Mitglieder gesund bleiben und sich mehr Menschen für die ehrenamtliche Arbeit begeistern. Sie laden Interessierte herzlich ein, bei einem Training vorbeizuschauen und den Sport unverbindlich kennenzulernen. Denn wie Inge Jelitte leidenschaftlich zusammenfasst: Boßeln ist ein Heimatsport, der draußen stattfindet, fit hält und vor allem eines macht – riesigen Spaß in einer tollen Gemeinschaft.

Werde auch Du Teil unserer Community

Wir von „Trude Kuh“ waren begeistert von dem Einblick in die Welt des Friesensports, den uns Peter Finke und Inge Jelitte vom KBV Zetel-Osterende gegeben haben. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Leidenschaft und ehrenamtliches Engagement nötig sind, um eine solche regionale Kultur lebendig zu halten. Wenn auch Du einen Verein oder eine Organisation führst und diese einer breiten Öffentlichkeit vorstellen möchtest, dann melde Dich bei uns! In unserem TV-Studio von „Trude Kuh“ bieten wir die perfekte Bühne, um Eure Geschichte zu erzählen. Vielleicht möchtest Du Deinen Verein im Interview vorstellen und so neue Mitglieder oder Unterstützer gewinnen. Nutze die Chance, von unserer Reichweite zu profitieren. Mit über 14,5 Millionen Kontakten pro Monat ist „Trude Kuh“ eine starke Plattform, nicht nur für Vereine, sondern auch für Firmen. Für Unternehmen eröffnen sich hier exzellente Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um ihre Produkte oder Dienstleistungen gezielt und sympathisch zu präsentieren. Kontaktiere uns und lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir Deine Botschaft verbreiten können. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald Deine Geschichte zu erzählen.

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