Cigdem Köse-Gümüssuyu und Gökhan Gümüssuyu von Yafes-Kinderkrebshilfe zu Gast bei „Trude Kuh“
Der Name eines Kindes, das zu früh gehen musste, als leuchtendes Zeichen der Hoffnung: In den Studios von „Trude Kuh“ entfaltet sich eine Geschichte, die in der tiefsten Trauer wurzelt und in aktiver Nächstenliebe erblüht. Cigdem Köse-Gümüssuyu und Gökhan Gümüssuyu erzählen, wie aus dem unfassbaren Verlust ihres sechsjährigen Sohnes Yafes eine Bewegung wurde, die anderen Familien in der dunkelsten Stunde beisteht. Mit klaren Bildern, ehrlichen Worten und konkreten Taten macht die Yafes-Kinderkrebshilfe spürbar, dass Schmerz geteilt und Hoffnung gestärkt werden kann – ohne Pathos, mit Herz und Hand. Moderiert wird das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.
Wie aus einem Schicksal eine Mission wurde
Es beginnt mit einem unerklärlichen medizinischen Irrweg: Nach einer Zahn-OP folgt ein hartnäckiger Entzündungsherd, Antibiotika greifen nicht, auf der Brust zeichnen sich Aderrisse ab. In der überlasteten Notaufnahme heißt es, alles sei in Ordnung – der Ausschlag eine Medikamentenreaktion. Die Eltern gehen mit einem unguten Gefühl nach Hause, nehmen ihr Kind in der Nacht fest in die Arme. Am nächsten Morgen ist nichts mehr wie zuvor. Erst drei Tage später bringt die Diagnose Gewissheit: Krebs, ein Tumor im Brustbereich. Es ist die Art von Nachricht, die den Boden unter den Füßen wegzieht, die logische Ketten sprengt und Fragen hinterlässt, auf die es keine einfachen Antworten gibt.
Cigdem beschreibt den ersten Zustand als Funktionsmodus: Emotionen eingefroren, das Geschehen wie aus der Beobachterperspektive. Das Gedächtnis spielt in der Trauer seine eigenen, harten Streiche, lässt Realität und Albtraum verschwimmen. Doch inmitten dieses Nebels wächst ein Entschluss, der den Verlust nicht negiert, sondern ihm Sinn verleiht. Knapp ein Jahr nach Yafes Tod, im Jahr 2017, gründen die Eltern die Yafes-Kinderkrebshilfe in Seelze bei Hannover. Aus dem offenen Schmerz wird eine offene Hand: unbürokratisch, schnell und nah an den Betroffenen. Es ist nicht nur der Versuch, einen Hafen für Trauernde zu schaffen, sondern auch, dem Namen des Kindes Lebendigkeit zu geben – als Patronat im besten Sinne, als Schirm über vielen Familien, die ähnliches erleben.
Unbürokratische Hilfe: Nähe, die sofort wirkt
Der entscheidende Impuls kommt auf Rügen, während einer Familienkur: Ein Freund ruft an, ringt um Worte, berichtet von einem weiteren Kind mit Krebs. Man sammelt Spenden, bittet um Unterstützung. Nach dem Gespräch wird aus der inneren Regung eine klare Strategie. Gökhan sagt: Familien dürfen nicht darauf warten müssen, bis Geld zusammenkommt. Hilfe muss sofort ankommen. Daraus entsteht die Vereinsidee, von beiden getragen und bejaht. Seitdem agiert die Yafes-Kinderkrebshilfe als schnelle, verlässliche Anlaufstelle. Sie finanziert Therapien und notwendige Hilfen, leistet seelischen Beistand und denkt die gesamte Familie mit.
Das Leitmotiv ist auf ihrer Website prägnant formuliert: „Erkrankt ein Kind an Krebs, erkrankt die ganze Familie.“ Es ist ein Satz, der die Realität zusammenfasst, ohne sie zu überhöhen. Er markiert den Blick auf Geschwisterkinder, auf Eltern in Schock und Schuldfragen, auf das soziale Umfeld, das sprachlos wird und dennoch präsent sein muss. Die Arbeit des Vereins erzeugt gehört werden und gesehen werden, oft durch kleine, konkrete Gesten, die Großes bewirken. Denn es sind nicht allein die Summen auf Spendenschecks, die zählen – es ist das fühlbare Signal: Ihr seid nicht alleine.
Wunschzettelaktion und Benefizkinderfest: Sichtbarkeit, die trägt
Ein Herzstück der Arbeit ist die Wunschzettelaktion. Kinderonkologien in ganz Deutschland erhalten Wunschzettel, die Kinder dürfen bis zu einem bestimmten Wert ihre Sehnsucht formulieren. Ehrenamtliche Spender besorgen, das Team verpackt und verschickt. Die Rückmeldungen sind berührend. Eltern sagen, es gehe nicht nur um den Gegenstand, sondern um das Gefühl, dass jemand gerade an sie denkt. Diese Form der Aufmerksamkeit ist Trost, Motivation und Gemeinschaft in einem.
Dazu kommt das Benefizkinderfest zum Weltkinderkrebstag: kostenlos, offen, lebendig. Kinderschminken, Glitzertattoos, Zauberer Tobini, Clown Hasso mit Luftballonkunst – ein Programm, das Leichtigkeit zurückbringt und zugleich das Thema ins öffentliche Bewusstsein hebt. Öffentlichkeitsarbeit bedeutet hier nicht Dramatik, sondern Wissen, Nähe und Teilhabe. Die Einnahmen fließen direkt in Hilfen für betroffene Familien; die Begegnungen stiften Sinn und Verbindungen. Transparenz ist dabei ein Prinzip: Der Verein zeigt seine Arbeit, benennt Kosten, erklärt, warum schnelle Unterstützung Geld braucht und wofür es eingesetzt wird.
Erinnerung, die weiterlebt: das Maskottchen und die Routine der Gefühle
Besonders bewegend ist das Vereinsmaskottchen, das im Logo wiederkehrt. Es stammt von Yafes selbst – genäht und gestaltet, ein Stück kindlicher Kreativität, das heute als Identitätsanker wirkt. Wenn Bilder vom Fest, von Spendenaktionen und von gemeinsamen Momenten über die Leinwand gehen, fühlt es sich an, als würde etwas weiterleben: nicht als Verdrängung, sondern als bewusste Fortsetzung in anderer Form.
Über das Sprechen selbst sagen die Eltern, es sei eine Tagesperformance. Manche Tage gehen leichter, an anderen genügt eine kleine Geste der Geschwister, ein vertrauter Ton, und der Knoten sitzt im Hals. Trauer ist nicht linear, doch der Umgang damit lernt sich – Schritt für Schritt, Ereignis für Ereignis. Die Erinnerung bleibt, die Zeit, die man hatte, bleibt. Darauf gründet die Entscheidung, etwas Langfristiges zu schaffen: eine Struktur, die anderen trägt und die eigene Liebe in konkrete Hilfe verwandelt.
Einladung an Dich: gemeinsam Sichtbarkeit, Hilfe und Reichweite schaffen
Wir von „Trude Kuh“ haben in unseren TV-Studios ein Gespräch geführt, das Dich vielleicht mitten ins Herz trifft: Es ging um die Yafes-Kinderkrebshilfe, um das unbürokratische Helfen, um die Wunschzettelaktion, das Benefizkinderfest und darum, wie Trauer zu gemeinsamer Stärke werden kann. Wenn Du einen Verein hast und Deine Arbeit vorstellen möchtest, melde Dich gern bei uns – wir geben Dir eine Bühne im TV-Studio von „Trude Kuh“ und zeigen, wie Engagement sichtbar wird. Mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bietet „Trude Kuh“ enorme Reichweite für Vereinsarbeit und Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die sinnvoll kommunizieren wollen. Besuche „Trude Kuh“ unter „Trude Kuh“, informiere Dich über unser TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze die Chance, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, und entdecke unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ machen Geschichten sichtbar, die zählen – wenn auch Du eine bewegende Vereinsarbeit hast oder als Unternehmen Menschen erreichen möchtest, dann komm zu uns und lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass Hilfe, Hoffnung und Verantwortung die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.