Lars Bosselmann und Nadine Bromberg von JaZZ Tierfreu(n)de e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“
Staubige Gassen, ein verfilztes Fell, der ständige Kampf ums Überleben – für unzählige Straßenhunde ist dies der traurige Alltag. Ein Anblick, der in vielen Teilen der Welt, aber auch hier in Deutschland, oft übersehen wird und hinter dem sich unzählige unerzählte Geschichten von Leid verbergen. Während viele wegschauen, dreht sich die Spirale aus unkontrollierter Vermehrung, Hunger und Krankheiten unaufhörlich weiter. Kastrationen, der Schlüssel zur Durchbrechung dieses Kreislaufs, werden häufig als Nebensache abgetan. Doch genau an diesem Punkt, an der Schnittstelle von akuter Hilfe und nachhaltiger Prävention, setzen engagierte Menschen an. Sie handeln statt nur zu reagieren, leisten medizinische Versorgung und Aufklärungsarbeit direkt vor Ort. Ihr Ziel ist ein nachhaltiger Tierschutz, der Verantwortung übernimmt und jedem Leben einen Wert beimisst. Ein perfektes Beispiel für dieses Engagement ist der noch junge Verein JaZZ Tierfreu(n)de e.V. aus Drakenburg, dessen 1. Vorsitzender Lars Bosselmann und Projektbetreuerin Nadine Bromberg kürzlich bei Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ zu Gast waren, um über ihre bewegende Arbeit zu sprechen.
Von einem Schicksal zur Vereinsgründung
Alles begann im Oktober 2025 mit einem einzigen Hund. Wie Lars Bosselmann im Gespräch erzählte, war es die Geschichte des Hundes Cooper aus der Türkei, die den Stein ins Rollen brachte. Eine Mitarbeiterin seines Jugendhilfeträgers wollte den Vierbeiner adoptieren und fragte an, ob sie ihn mit ins Büro bringen dürfe. Aus dieser einfachen Geste der Hilfsbereitschaft erwuchs schnell die Erkenntnis, dass man noch viel mehr tun müsse. Bosselmann sprach mit Kollegen und Geschäftsführern, und die Resonanz war überwältigend. Sieben Gründungsmitglieder fanden sich zusammen, bereit, nicht nur ihre Zeit, sondern auch private finanzielle Mittel zu investieren. So war die Gründung des Vereins JaZZ Tierfreu(n)de e.V. schnell beschlossen und dank der ersten Einlagen sofort handlungsfähig. Für Nadine Bromberg, die selbst eine Schäferhündin besitzt, war der Antrieb ein tief verwurzeltes Herz für Tiere. Ihr war es von Anfang an wichtig, direkt an der Front mitzuwirken, um zu sehen, wohin die Gelder fließen und was konkret bewirkt wird. Transparenz und der direkte Kontakt zu den Menschen und Tieren vor Ort sind für sie essenziell, besonders im oft undurchsichtigen Bereich des Auslandstierschutzes.
Zwischen Herzschmerz und Hoffnung: Die Arbeit vor Ort
Die Arbeit des Vereins ist intensiv und emotional fordernd, wie die mitgebrachten Bilder und Berichte von Nadine Bromberg eindrucksvoll zeigten. Sie reist alle paar Monate für einige Tage in die Türkei, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen und zu helfen. Aufnahmen von Cooper als Welpe auf der Straße, wo er gefunden wurde, zeigen, wie unsicher sein Schicksal war – heute ist diese Straße frei von Hunden, was die traurige Vermutung nahelegt, dass er ohne die Rettung nicht mehr am Leben wäre. Bromberg beschreibt ihre Einsätze als Spagat der Gefühle. Auf der einen Seite die Freude, wieder bei ihrem eigenen Hund zu sein, auf der anderen Seite der Schmerz, die vielen hilfsbedürftigen Tiere zurücklassen zu müssen. Besonders im städtischen Tierheim, wo sie sich für die Rettung einer trächtigen Hündin einsetzte, fiel die Entscheidung schwer, denn am liebsten hätte sie alle mitgenommen. Doch sie betont auch, dass nicht jeder Hund für ein Leben im Haus geeignet ist. Viele Tiere in den Bergen genießen ihre Freiheit und werden von engagierten Einheimischen wie ihrer Kontaktperson Gülern täglich versorgt. Der Verein unterstützt diese privaten Helfer mit medizinischem Bedarf, wie bei der Operation eines Hundes mit einer großen Wunde.
Nachhaltigkeit durch Aufklärung und Kastration
Lars Bosselmann macht deutlich, dass Tierschutz Geld kostet. Zwar investieren die Vereinsmitglieder viel eigene Zeit und private Mittel, doch für Operationen, Futter und Kastrationsprojekte sind Spenden unerlässlich. Manchmal ist das Vereinskonto fast leer, doch wenn eine dringende Anfrage kommt, wird alles darangesetzt, zu helfen. Eine Absage würde oft den Tod des Tieres bedeuten. Neben der Direkthilfe in der Türkei legt der Verein großen Wert auf Aufklärungsarbeit in Deutschland. Nadine Bromberg, die auch als Erzieherin tätig ist, verbindet Tierschutz mit Jugendhilfe. Sie organisiert Projekte, bei denen Kinder und Jugendliche aus ihrer Wohngruppe Tierheime besuchen, Katzen kuscheln oder Hundehütten gestalten. Diese Begegnungen sollen die junge Generation für das Thema sensibilisieren und Empathie fördern. Ein zentraler Pfeiler der Vereinsarbeit ist die Förderung von Kastrationen. Bromberg und Bosselmann sind sich einig: Nur so lässt sich das unkontrollierte Wachstum der Straßenhundepopulation eindämmen und unermessliches Leid von vornherein verhindern. Eine einzige Kastration kann millionenfachen Nachwuchs und damit millionenfaches Elend vermeiden. Das Ziel des Vereins ist es, die Kreise ihrer Hilfe immer größer zu ziehen, bis das Tierleid sowohl in der Türkei als auch in Deutschland spürbar abnimmt.
Werde auch Du Teil der „Trude Kuh“ Community!
Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt von dem Engagement, das Lars Bosselmann und Nadine Bromberg für den Tierschutz aufbringen. Das Gespräch mit JaZZ Tierfreu(n)de e.V. hat wieder einmal gezeigt, wie viel man mit Herzblut und Zusammenhalt bewegen kann. Wenn auch Du einen Verein oder eine Organisation führst, deren Geschichte erzählt werden sollte, dann melde Dich bei uns! Wir bieten Dir die perfekte Bühne, um Deine Mission einem breiten Publikum vorzustellen. Nutze die Chance und präsentiere Deinen Verein im Interview vorstellen direkt hier bei uns im professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“. Vielleicht sitzt Du schon bald hier und teilst Deine Vision mit unserer großen Gemeinschaft. Aber nicht nur Vereine finden bei uns Gehör. Mit einer Reichweite von über 14,5 Millionen Kontakten pro Monat sind wir auch der ideale Partner für Unternehmen, die ihre Botschaft wirkungsvoll platzieren möchten. Unsere Plattform bietet vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, um Deine Produkte oder Dienstleistungen einer kaufkräftigen und interessierten Zielgruppe zu präsentieren. Egal ob Du Gutes tun oder Dein Geschäft voranbringen willst, ein Besuch auf unserer Webseite lohnt sich immer. Schau doch einfach mal vorbei bei „Trude Kuh“ und entdecke die vielfältigen Möglichkeiten, die wir Dir bieten. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam Großes zu bewegen!