Marina Fürst und Tanja Michel vom VFD Bezirksverband Ostfriesland zu Gast bei „Trude Kuh“
Ein Hauch von Freiheit liegt in der Luft, sobald die Bilder von Pferden, offenen Feldern und dem Wind im Gesicht zur Sprache kommen. Das romantische Versprechen der Entschleunigung ist für viele mit dem Reiten verbunden – und doch ist die Realität anspruchsvoller geworden. Wege schrumpfen, Nutzungskonflikte nehmen zu, Naturschutz und Freizeit treffen häufiger aufeinander, und die Verantwortung wächst: für das Tier, für die Umwelt, für ein faires Miteinander. In den „Trude Kuh“ TV-Studios sprechen Marina Fürst, erste Vorsitzende des VFD Bezirksverbands Ostfriesland, und Tanja Michel aus dem erweiterten Vorstand über genau diese Herausforderungen, über Liebe zum Pferd seit Kindertagen, über Ausbildung, Ehrenamt und gelebte Gemeinschaft. Das Gespräch führte Redaktionsleiter Georg Mahn.
Der VFD als Stimme der Freizeitreiter: Geschichte, Haltung, Netzwerk
Die Vereinigung der Freizeitreiter und Fahrer in Deutschland, kurz VFD, ist seit über fünf Jahrzehnten die politische Interessenvertretung für Menschen, bei denen das Pferd im Mittelpunkt steht. Gegründet im Mai 1973, entwickelte sich aus dem Gesamtverband ein dichtes Netz aus Landesverbänden und regionalen Untergliederungen. Der VFD verbindet Natursport und Haltung: Pferd und Natur gehören zusammen, und beides verdient Respekt. Das größte Netzwerk für Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland und mit Partnern in Europa setzt auf ehrenamtliches Engagement, klare Information und praktische Unterstützung. Der Bezirksverband Ostfriesland steht dabei exemplarisch für gelebte Gemeinschaft, Austausch und das Miteinander im Gelände.
Persönliche Wege zum Pferd: Leidenschaft, Verantwortung und ein langer Atem
Wenn Tanja Michel zurückblickt, erinnert sie sich an eine Liebe, die nie „begonnen“ hat, weil sie immer da war: Als Dreijährige saß sie ein Wochenende lang am örtlichen Turnier und staunte über die großen, sanftmütigen Wesen – Geruch von Stroh, das zarte Maul, die Ruhe im Puls der Tiere. Sie lief sogar von zu Hause los, um die Pferde im Dorf zu besuchen. Erst später entdeckte sie, dass die Urgroßeltern Pferdezüchter waren. Marina Fürst erzählt ähnlich: Pferde waren seit jeher die faszinierendsten Tiere, der Kindertraum wurde im Jugendalter unverhofft zum eigenen Pferd, und heute trägt sie Verantwortung als Vorsitzende. Für beide ist der Verein eine Heimat, in der Gleichgesinnte zusammenkommen, gemeinsame Ritte und Treffen organisieren und Wissen teilen. Reiten ist Genuss, aber eben auch Haltung – pferdegerechte Ausbildung, pferdegerechte Haltung, gesunderhaltendes Training und das Bewusstsein für das Kulturgut Pferd.
Politik, Praxis und Perspektiven: Wege erhalten, Reitrecht stärken, Ausbildung ausbauen
Der VFD arbeitet politisch, damit Reit- und Fahrwege erhalten bleiben, Reitrechte fair geregelt werden und das Unterwegssein in Feld und Wald im Einvernehmen mit Naturschutz und anderen Freizeitnutzerinnen und -nutzern funktioniert. Auf Bundesebene verantwortet Tanja Michel als Bundessportwartin seit drei Jahren übergeordnete Themen, Strukturen und Formalitäten – eine Rolle, die zuerst Lernkurve bedeutete, heute aber Gestaltungskraft entfaltet. Entscheidungsfreude gehört dazu, ebenso die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen zu moderieren. Gleichzeitig bietet der Bezirksverband konkrete Angebote: Ein eigenes, durch den VFD entwickeltes Ausbildungssystem vermittelt Basiswissen in der Pferdekunde, führt über Boden- und Longenarbeit bis zu Trainerqualifikationen in drei Sparten – Reiten, Fahren und Säumen. Gerade das Säumen, das Wandern mit Packtieren, ist die jüngste Sparte und in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal des VFD. Es geht um Wissen, das trägt: Vorbereitung für Wanderritte, Verhalten unterwegs, gesunderhaltendes Training und Freude im Gelände.
Vielfalt zeigen: Showteam, Events, Kids-Programm und internationale Säumerkultur
Der VFD Ostfriesland zeigt seine Bandbreite gern öffentlich: Auf Messen und Veranstaltungen präsentiert ein Showteam die Vielfalt – von Ponys bis Großpferden, von Anti-Schrecktraining bis zu Saumtouren. Das Kids-Programm bindet Kinder und Jugendliche ein, sogar das Hobby Horsing hat seinen Platz und wird mit liebevoll hergestellten Steckenpferden gelebt. International vernetzt sich die Säumerszene, zuletzt beim internationalen Säumertreffen in Österreich, wo neben Pferden auch Esel und Mulis zu sehen waren. Diese Vielfalt ist mehr als Schau: Sie ist Ausbildungsinhalt, ein niedrigschwelliger Zugang zur Praxis und eine Brücke zwischen Generationen, zwischen Einsteigerinnen und Routiniers.
Verantwortung in der Öffentlichkeit: Aufklärung, Verkehr, Rücksicht und Ehrenamt
Öffentlichkeitsarbeit zählt zum Kern der VFD-Arbeit. Sie klärt auf über Rechte und Pflichten im Gelände, über sicheres Verhalten im Straßenverkehr und über Rücksichtnahme. Denn nicht immer führt der Weg über Feld und Wald, manchmal geht es durch Dörfer und über Straßen. Gut ausgebildete Pferde, informierte Reiterinnen und Reiter und aufmerksame Verkehrsteilnehmende sind die beste Kombination für Sicherheit. Dabei hilft die Struktur des Verbandes: Informationen fließen vom Bundesverband an die regionalen Ebenen, und der Austausch mit Landesverbänden hält die Arbeit konsistent und aktuell. Ehrenamt ist das Fundament dieses Systems. Ohne Menschen, die Zeit, Energie und Ideen einbringen, gäbe es keine Ausbildung, keine Veranstaltungen und keine politische Stimme.
Solidarität im Einsatz: Hilfe im Ahrtal und die Kraft der Gemeinschaft
Als die Flut das Ahrtal traf, organisierte der VFD Ostfriesland über Jahre Hilfe: Futtertransporte, Heu, Stroh, Materialspenden für Zäune und Decken, dazu Hilfseinsätze vor Ort. Am Ende stand ein Zeichen der Zuversicht: Mit eigenen Tieren wurde das Ahrtal in zwei Abschnitten von der Quelle bis zur Rheinmündung durchwandert – gute Laune und Energie für eine Region, die beides dringend brauchte. Aus Hilfe entstanden Freundschaften, Verbindungen, Mitgliedschaften über Landesgrenzen hinweg. Das zeigt, was Vereine leisten, wenn sie Haltung und Hand anlegen.
Ziele und Wünsche: Wachstum, Wanderreiten und Biodiversität
Für die Zukunft wünschen sich Marina Fürst und Tanja Michel vor allem eines: Menschen, die mitmachen. Der Bezirksverband Ostfriesland soll stabil über die 200 Mitgliedermarke wachsen – gern Richtung 300 – denn die Gemeinschaft ist wertvoll und soll möglichst vielen offenstehen. Auf Bundesebene liegt ein Fokus auf dem Wanderreiten, dazu kommt die Mitarbeit an einem großen Projekt für artenreiches Grünland und Biodiversität. Es geht um Förderung, um ökologische Verantwortung und um das naturverbundene Unterwegssein mit Pferden, Eseln oder Mulis. Kurz: um den Erhalt einer Kultur des Reitens, die Rücksicht, Wissen und Freude verbindet.
Deine Einladung ins Gelände, ins TV und in die Community
Wir von „Trude Kuh“ erzählen Geschichten, die bewegen, und laden Dich ein, Teil davon zu sein. Wenn Du mit Deinem Verein das naturverbundene Reiten liebst, Verantwortung im Gelände übernimmst und gleichzeitig Lust auf Gemeinschaft hast, dann melde Dich bei uns und stell Deinen Verein im TV-Studio vor. Marina Fürst und Tanja Michel vom VFD Bezirksverband Ostfriesland haben gezeigt, wie man Ausbildung, Ehrenamt, politische Interessenvertretung und praktische Hilfe – vom Showteam bis zur Ahrtal-Unterstützung – zu einer starken Bewegung verwebt. Wir erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten damit enorme Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die authentische Reichweite und glaubwürdige Inhalte suchen. Wenn Du Deinen Verein sichtbar machen möchtest, findest Du alle Infos zur „Trude Kuh“ direkt unter „Trude Kuh“; wenn Du mit Deiner Crew auf unsere Bühne willst, schau in das TV-Studio von „Trude Kuh“; wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, sind wir bereit; und wenn Du als Unternehmen mit uns zusammenarbeiten willst, findest Du hier alle Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ verbinden Bühne, Botschaft und Begeisterung – wenn auch Du Deine Geschichte erzählen, Deine Community stärken oder Deine Marke sichtbar machen willst, dann komm zu uns ins TV-Studio und lass uns gemeinsam Reichweite in Wirkung verwandeln.