Vereine vorstellen 27. April 2026

Petra Nettky von Pro Dog International zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein Hund, der freudig auf Menschen zuläuft, ein treuer Blick – für viele ist das ein Sinnbild für Harmonie, für ein gemeinsames Leben voller Spaziergänge und einem stets gefüllten Napf. Doch während dieses Bild für uns selbstverständlich erscheint, sieht die Realität für unzählige Hunde in Europa dramatisch anders aus. Überfüllte Tierheime, ausgesetzte Seelen und Straßenhunde, die täglich ums nackte Überleben kämpfen, prägen dort den Alltag. Es sind Orte, an denen ein Hund nicht auf ein liebevolles Zuhause wartet, sondern oft auf sein Ende. Genau hier, wo viele wegsehen, setzen Menschen wie Petra Nettky an. Als Gründerin und erste Vorsitzende des Vereins Pro Dog International hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, nicht wegzusehen, sondern zu handeln, aufzuklären und zu retten. Hund für Hund ermöglicht sie mit ihrem Team den Weg aus Portugal und von den Azoren in ein neues, sicheres Leben. Im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ gab sie, begleitet von ihrer Hündin Käthe, bewegende Einblicke in ihre Arbeit.

Von der Pflegestelle zum eigenen Verein

Die Initialzündung für die Gründung von Pro Dog International war, wie so oft, eine persönliche Begegnung. Petra Nettky und ihre Familie nahmen selbst einen Hund aus dem Tierschutz auf und wurden zur Pflegestelle für viele weitere, oft ängstliche und verhaltensauffällige Tiere. Dabei reifte der Wunsch, die Vermittlung selbst in die Hand zu nehmen und sicherzustellen, dass jeder Hund das für ihn passende Zuhause findet. So entstand 2020 die Idee für den eigenen Verein, der 2021 offiziell eingetragen wurde. Die Motivation war von Anfang an klar: Hunden eine zweite Chance zu geben und für jeden Menschen, unabhängig von Alter oder körperlichen Einschränkungen, den passenden tierischen Begleiter zu finden. Die Situation in den Partnertierheimen und öffentlichen Sheltern in Portugal und auf den Azoren ist mit deutschen Verhältnissen kaum vergleichbar. Die Tiere werden oft unter prekären Bedingungen gehalten, eng zusammengepfercht, ohne Rücksicht auf Verträglichkeiten, was zu Stress, Kämpfen und sogar zum Tod führen kann. Bewegende Bilder aus einem Partnertierheim zeigten die Hündin Hermine, die von Petra Nettky persönlich aus einem öffentlichen Shelter gerettet wurde und heute glücklich in Deutschland lebt.

Der lange Weg in ein neues Leben

Der Weg von der Rettung bis zur erfolgreichen Vermittlung ist lang und erfordert viel Engagement. Zunächst werden die Tiere in den Partnertierheimen medizinisch versorgt, aufgepäppelt und kastriert. Die Kastration ist laut Nettky eine der wichtigsten Säulen des Tierschutzes, um das unkontrollierte Wachstum der Populationen und das damit verbundene Leid zu verhindern. Doch die eigentliche Arbeit beginnt oft erst, wenn die Hunde in Deutschland ankommen. Viele Tiere sind durch ihre Erlebnisse traumatisiert und benötigen eine intensive Sozialisation und viel Geduld. Petra Nettky berichtet von Hunden mit Panikattacken, die in bestimmten Situationen auch nach Jahren noch einen Maulkorb tragen müssen, um sich und andere zu schützen. Das Vertrauen muss langsam wieder aufgebaut werden, und nicht immer lassen sich alle Wunden der Seele vollständig heilen. Die größte Herausforderung bei der Vermittlung sei es, die potenziellen Adoptanten richtig einzuschätzen und zu vermeiden, dass diese sich selbst überschätzen. Lange Gespräche, Vorkontrollen per Video und eine intensive Aufklärung sollen sicherstellen, dass Mensch und Tier wirklich zueinander passen und der Hund nicht nach kurzer Zeit wieder abgegeben wird.

Finanzierung und Zukunftspläne

Die Arbeit von Pro Dog International ist vollständig von Spenden abhängig. Die Kosten für medizinische Behandlungen, wie eine komplexe Beinrettung, die über dreitausend Euro kostete, Operationen, Futter und die Unterbringung in den Auffangstationen sind immens. Jeder Beitrag hilft, diesen Tieren eine adäquate Versorgung und eine Zukunft zu ermöglichen. Trotz der vielen Herausforderungen und der emotionalen Belastung, nicht jeden Hund retten zu können, schöpft Petra Nettky ihre Energie aus ihrer tiefen Liebe zu den Tieren. Der Verein plant zudem, sein Engagement auszuweiten und in Zusammenarbeit mit der Organisation Veto Tierschutz auch Hunden aus Rumänien zu helfen, wo die Situation in den Tötungsstationen besonders dramatisch ist. Die Glücksmomente, wenn ein geretteter Hund in seinem neuen Zuhause aufblüht, sind der Lohn für all die Mühen und der Antrieb, jeden Tag weiterzumachen.

Werde auch Du Teil unserer Community

Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt von der leidenschaftlichen Arbeit, die Petra Nettky und ihr Verein Pro Dog International für Hunde in Not leisten. Das Interview hat gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist und dass jeder einzelne Beitrag einen Unterschied machen kann. Wenn auch Du einen Verein oder ein besonderes Projekt hast, das Du einem großen Publikum vorstellen möchtest, dann zögere nicht, uns zu kontaktieren. Ihr habt die Möglichkeit, Euren Verein im Interview vorstellen zu lassen und Eure Botschaft mit vielen Menschen zu teilen. Unser modernes TV-Studio von „Trude Kuh“ bietet dafür den perfekten professionellen Rahmen. Wir glauben fest an die Kraft von Geschichten und möchten engagierten Menschen wie Euch eine Plattform geben. Aber nicht nur Vereine sind bei uns an der richtigen Adresse. Wir erreichen mit unseren Inhalten monatlich über 14,5 Millionen Kontakte, was ein enormes Potenzial für gezielte Werbung bietet. Wenn Du ein Unternehmen führst und nach effektiven Wegen suchst, Deine Zielgruppe zu erreichen, dann informiere Dich über die vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen bei uns. Ob klassische Spots, Sponsorings oder kreative Content-Integrationen, wir finden die passende Lösung für Deine Marke. Entdecke die ganze Welt von „Trude Kuh“ und werde Teil einer wachsenden Gemeinschaft, die informiert, unterhält und bewegt. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald gemeinsam ein spannendes Projekt umzusetzen.

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