Vereine vorstellen 2. September 2026

Udo Lienemann und Rolf Gerdes vom Seefelder TV zu Gast bei „Trude Kuh“

Es ist dieses leise Klingen von Stollenschritten, das vertraute Schieben eines Balls über den Rasen und das Lachen, das bleibt – auch dann, wenn der Körper nicht mehr jeden Sprint mitmacht. Im „Trude Kuh“ TV-Studio erzählen Udo Lienemann und Rolf Gerdes, wie aus der Frage „Was, wenn Fußball zu schnell geworden ist?“ eine Bewegung entstanden ist, die Menschen wieder zusammenbringt: Walking Football. Beim Seefelder TV in Stadtland in der Wesermarsch haben die Mühlenkicker ein Angebot geschaffen, das ohne Grätschen, ohne harte Zweikämpfe und ohne Druck auskommt – aber mit all dem, was Fußball im Herzen ausmacht: Teamgeist, Freude, Gemeinschaft und das gute Gefühl, dazuzugehören. Moderiert wurde das Gespräch von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Wie Walking Football Barrieren abbaut und Gemeinschaft neu belebt

Die Idee kam 2023 zu Udo Lienemann wie ein Impuls aus der Nachbarschaft: Ein befreundeter Verein spielte bereits Walking Football. Erst belächelt, dann ausprobiert und schließlich begeistert umgesetzt. Das Feld ist kleiner, 42 Meter lang und 21 Meter breit. Die Tore messen drei Meter Breite und einen Meter Höhe, der Ball bleibt unter Schulterhöhe, ein Halbkreis vor dem Tor ist tabu. Es gibt keinen Torwart, und das Wichtigste: Körperkontakt ist nicht erlaubt. Wo früher Tempo und Härte den Ton angaben, zählen heute Spielübersicht, Passgenauigkeit und Rücksichtnahme. Schiedsrichter achten zu zweit darauf, dass niemand ins Laufen verfällt – gespielt wird konsequent im Gehen.

So kehren Menschen zurück auf den Platz, die den Fußball eigentlich schon verabschiedet hatten. Der Seefelder TV vereint inzwischen 39 aktive Mitglieder in der Sparte, viele davon neu gewonnen, der Gesamtverein liegt bei rund 500 Mitgliedern. Das Konzept schlägt Brücken: zwischen ehemaligen Vereinsgrößen, Neulingen ohne Fußballvergangenheit und denen, die nach gesundheitlichen Einschnitten behutsam wieder beginnen wollen. Udo Lienemann bringt es auf den Punkt: Bewegung ist die Antwort auf die größte Volkskrankheit – das Nicht-Bewegen. Walking Football macht diese Antwort alltagstauglich und sozial eingebettet.

Classic Light: Wenn Gesundheitssport zur Tür in die Teilhabe wird

Rolf Gerdes, seit 64 Jahren Vereinsmitglied, erlebte diese Tür persönlich. Nach Schlaganfällen stand die Frage im Raum, wie es weitergehen kann. Die Antwort heißt Classic Light – eine leichte Variante des Walking Football, ohne jeglichen Körpereinsatz, mit noch reduzierter Belastung, gedacht für Menschen mit Einschränkungen, für Ältere, für Frauen und Männer gleichermaßen. Hier gilt: Jeder macht, was er kann. Aufwärmen ohne Zwang, Pausen nach Bedarf, Aufmerksamkeit füreinander, Spielstopp, wenn jemand aussrutscht. Es ist Gesundheitssport, der Mut macht. Der Arzt empfiehlt Bewegung, der Verein gibt den Rahmen, die Gruppe schenkt Halt.

Dabei wächst, was Vereine einzigartig macht: Netzwerke. Im Training sprechen die Mühlenkicker über medizinische Tipps, Erfahrungen mit Therapien oder Ärztinnen und Ärzten, die in bestimmten Bereichen spezialisiert sind. Wer neu am Ball ist, lernt gemeinsam Regeln und findet zugleich schnelle soziale Anknüpfung. Die dritte Halbzeit macht das zu mehr als Sport: Nach dem Training wird der Grill angeworfen, Würstchen teilen den Tisch mit Reiseplänen, Turnierkalendern und Geschichten von gestern. Gemeinschaft bekommt Rituale, Erinnerungen und – ganz wichtig – Sichtbarkeit.

Turniere, Reisen und Engagement: Fußball im Gehen mit großer Strahlkraft

Die Mühlenkicker spielen sechs bis zehn Turniere im Jahr, von Hamburg bis ins Ausland. Ein Besuch in Dänemark gehört ebenso dazu wie Freundschaftsspiele mit einer französischen Auswahl; 2024 ging es zur Partnerstadt, später wurde gemeinsam gegrillt. Aus all dem ist ein liebevoll gestaltetes Album entstanden – mit Bildern, die zeigen, wie Menschen wieder Teil von etwas werden. Und das Engagement endet nicht an der Seitenlinie: Einmal jährlich richtet die Gruppe ein Benefizturnier aus, dessen Spenden an den Verein Lebenswunsch e. V. gehen. Die Gemeinde Stadtland hat die Sparte für ihr gesellschaftlich wertvolles Angebot mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. Das Siegen? Nicht das Wichtigste. Bewegung, Freude und Gemeinschaft sind der Kern – und manchmal freut man sich sogar mit, wenn der Gegner trifft.

Vereinskultur heute: Ehrenamt, Sichtbarkeit und die Einladung, mitzumachen

Vereine leben von Menschen, die mitgestalten. In der Walking-Football-Abteilung des Seefelder TV funktioniert das: Wenn Helfer gebraucht werden, kommen sie. Im großen Vereinsrahmen bleibt es eine Herausforderung, die bekannten Hürden des Ehrenamts zu nehmen – gerade bei jüngeren Generationen. Rolf Gerdes beschreibt die Aufgabe klar: Ängste nehmen, Hemmungen senken, niederschwellige Angebote machen. Neue Mitglieder müssen nichts mitbringen außer Lust auf Bewegung und Gemeinschaft. Männer, Frauen, alle Altersgruppen – „kommt einfach her, macht mit“, lautet die Einladung. Der Verein von 1880 zeigt, wie Tradition in die Gegenwart führt, wenn Menschen die Brücke bauen.

Deine Einladung: Mehr erfahren, mitmachen, sichtbar werden

Wir von „Trude Kuh“ haben Udo Lienemann und Rolf Gerdes vom Seefelder TV in unseren Studios begrüßt und über Walking Football, die leichte Classic-Light-Variante, über Turniere von Hamburg bis Frankreich, über soziales Engagement mit Benefizturnieren für Lebenswunsch e. V. und über die heilsame Kraft der Gemeinschaft gesprochen; wenn Du einen Verein vorstellen möchtest oder als Unternehmen nach aufmerksamkeitsstarker Präsenz suchst, laden wir Dich ein, uns kennenzulernen, denn „Trude Kuh“ erreicht monatlich über 14,5 Mio. Kontakte und bietet damit enorme Reichweite für Vereinsstories und Werbekampagnen – schau doch direkt bei „Trude Kuh“ vorbei, entdecke unser TV-Studio von „Trude Kuh“, nutze die Möglichkeit, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen, und informiere Dich über unsere vielfältigen Werbemöglichkeiten für Unternehmen, wir erzählen Deine Geschichte mit Herz und Reichweite und machen aus Deinem Thema eine Sendung, die gesehen, geteilt und erinnert wird: Wenn auch Du mit Deinem Team, Deinem Projekt oder Deiner Marke auf die große Bühne möchtest, melde Dich – wir freuen uns auf Dich, Deine Fragen und Dein Ziel.

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