Manuela Keck von Wir für unsere Einsatzkräfte zu Gast bei „Trude Kuh“
Das Geräusch von Sirenen, das gleißende Blaulicht in der Dunkelheit – Bilder, die sofort mit Hilfe, Rettung und Sicherheit verknüpft sind. In diesen entscheidenden Momenten, wenn Sekunden über Schicksale entscheiden, sind sie zur Stelle: die Frauen und Männer der Blaulichtfamilie. Ob bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, bei der Polizei, dem Technischen Hilfswerk oder der Bundeswehr, sie alle stellen das Wohl anderer über ihr eigenes. Doch was passiert, wenn der Applaus nach einem dramatischen Einsatz verklungen ist und der Alltag wieder einkehrt? Die Anerkennung verblasst, der Respekt schwindet und die enorme Leistung, die hinter jeder Uniform steckt, gerät in Vergessenheit. Genau an diesem Punkt setzt der Bremer Verein „Wir für unsere Einsatzkräfte“ an. Mit dem klaren Ziel, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Menschen in Uniform zu stärken, kämpfen sie gegen Gleichgültigkeit und für nachhaltige Wertschätzung. Über dieses wichtige Engagement sprach Redaktionsleiter Georg Mahn in den „Trude Kuh“ TV-Studios mit Manuela Keck, der ersten Vorsitzenden und Gründerin des Vereins.
Der schwindende Respekt als Gründungsimpuls
Für Manuela Keck war der ausschlaggebende Moment zur Vereinsgründung im Jahr 2022 die zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber Einsatzkräften. Sie beobachtete, wie Menschen in Uniform belächelt, beschimpft oder schlichtweg ignoriert wurden. Für sie ist das unverständlich, denn sie sieht nicht primär die Uniform, sondern den Menschen dahinter: den Familienvater, die Mutter, den Bruder oder die Schwester, die bereit sind, in Notsituationen ihr eigenes Leben für das anderer zu riskieren. Diese Opferbereitschaft, die sich auch bei den vielen Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehren zeigt, verdiene eine tiefere und dauerhaftere Anerkennung. Im Gespräch mit Georg Mahn machte sie deutlich, dass eine Kultur, wie man sie beispielsweise aus den USA kennt, wo uniformierten Kräften mit Dank und Respekt begegnet wird, in Deutschland kaum vorhanden ist. Der Verein möchte genau hier ansetzen und diese Kultur des Dankes und der Anerkennung fördern, denn die Sicherheit und Freiheit, die wir genießen, sind keineswegs selbstverständlich.
Mit Kobold Paddy für mehr Wertschätzung bei den Jüngsten
Um ein Umdenken in der Gesellschaft zu bewirken, setzt der Verein „Wir für unsere Einsatzkräfte“ ganz bewusst bei den Kleinsten an. Denn Kinder und Jugendliche sind noch unvoreingenommen und offen für die Botschaft, dass hinter jeder Uniform ein Mensch mit Gefühlen und einer Familie steckt. Eine zentrale Figur bei dieser Mission ist „Paddy“, ein kleiner, frecher Kobold. Paddy dient als sympathisches Bindeglied zwischen den Kindern und den oft respekteinflößenden Uniformen. Mit seiner Kleidung symbolisiert er die Vielfalt der Blaulichtfamilie: eine blaue Hose für die Polizei, rote Schuhe für die Feuerwehr, eine weiße Mütze für den Rettungsdienst und ein gelbes Shirt, das für das Militär steht. Durch Paddy lernen die Kinder spielerisch, die Angst vor dem Blaulicht zu verlieren und die Funktionen der verschiedenen Einsatzkräfte zu verstehen. Der Verein hat zudem ein Buch mit Paddy herausgebracht, in dem Geschichten erzählt werden, die den Alltag und die Herausforderungen von Einsatzkräften kindgerecht aufbereiten. Es geht um klassische Einsätze wie die Rettung einer Katze vom Baum, aber auch um ernstere Themen wie den Verlust eines Elternteils im Dienst oder die Entbehrungen, die ein Soldatenleben mit sich bringt.
Ein Appell an Gesellschaft und Politik
Manuela Keck betonte im Interview, dass die Arbeit von Vereinen allein nicht ausreicht, um ein nachhaltiges Umdenken zu bewirken. Es bedarf eines stärkeren Engagements seitens der Politik. Politiker müssten sich klar vor ihre Einsatzkräfte stellen und die Bevölkerung aktiv zum Hinschauen und Anerkennen auffordern. Gleichzeitig sieht sie eine besorgniserregende Entwicklung in der Gesellschaft, insbesondere bei der jungen Generation. Der frühere Berufswunsch, Polizist oder Feuerwehrmann zu werden, sei einer gewissen Lethargie gewichen. Eine Haltung, die davon ausgeht, dass Freiheit und Sicherheit selbstverständlich sind und man nichts dafür tun müsse, sei gefährlich. Der Verein möchte dem entgegenwirken, indem er durch direkte Begegnungen an Infoständen den Dialog zwischen Bürgern und Einsatzkräften fördert. Ein einfaches „Danke für Ihren Dienst“ könne bereits eine große Wirkung haben und die Hemmschwelle abbauen. Letztlich geht es darum, eine Kultur des Respekts und der Disziplin wieder zu stärken und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass unsere Gesellschaft ohne das Engagement dieser Menschen nicht funktionieren würde.
Möchtest auch Du etwas bewegen?
Wir von „Trude Kuh“ waren tief beeindruckt von dem Engagement, das Manuela Keck und ihr Verein „Wir für unsere Einsatzkräfte“ tagtäglich zeigen, um die so wichtigen Frauen und Männer in Uniform zu unterstützen. Das Gespräch hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, nicht nur in Krisenmomenten dankbar zu sein, sondern diese Wertschätzung dauerhaft in unserem Alltag zu verankern. Die Arbeit mit Kindern und die Aufklärung über die menschliche Seite der Einsatzkräfte sind ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Möchtest auch Du einen Verein oder eine Initiative ins Rampenlicht rücken, die eine wichtige Botschaft hat? Wenn Du einen Verein im Interview vorstellen möchtest, dann melde Dich gerne bei uns! Wir bieten Dir die perfekte Plattform dafür in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“, wo Deine Geschichte gehört wird. Wir von „Trude Kuh“ erreichen mit unseren Inhalten über 14,5 Millionen Kontakte pro Monat und bieten damit eine enorme Reichweite. Das ist nicht nur für Vereine interessant, sondern schafft auch ideale Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die ihre Botschaft gezielt an ein großes Publikum richten wollen. Nutze die Chance, Deine Vision mit uns zu teilen und Teil unserer wachsenden Gemeinschaft zu werden. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und vielleicht schon bald Deine Geschichte zu erzählen.