Vereine vorstellen 30. Juni 2026

Monika Koch-Engel vom Verein Pferde-GUT-Saxdorf zu Gast bei „Trude Kuh“

Manchmal beginnt eine berührende Geschichte genau dort, wo andere aufhören hinzusehen: hinter Stalltoren, in denen alte, kranke oder seelisch traumatisierte Pferde plötzlich ihren „Wert“ verlieren, sobald keine Leistung mehr abrufbar ist. Im Gespräch bei „Trude Kuh“ entfaltet sich ein Bild, das mehr ist als Reitsportromantik – es ist eine leise, aber kraftvolle Hommage an Zeit, Geduld und Verständnis. Monika Koch-Engel, Ärztin und erste Vorsitzende des Vereins Pferde-GUT-Saxdorf, erzählt von einem Ort im Landkreis Elbe-Elster, an dem Pferde einfach Pferde sein dürfen: mit freien Laufwegen, Futterstationen, wettergeschützten Unterständen und einer Philosophie, die das Wesen des Tieres ernst nimmt – vom Stoffwechsel bis zur Seele. Geführt wurde das Interview von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Ein Hof, der mit den Pferden atmet

Das Pferde-GUT-Saxdorf ist kein Leistungshof, sondern eine Lebensgemeinschaft. Acht Pferde und Ponys, verschieden in Größe und Rasse, bringen ihre eigenen Geschichten mit: vom „Rasenmäher“-Pferd mit Stoffwechselproblemen bis zur hochsensiblen, einst erfolgreichen Sportstute, die Grenzen klar signalisiert. Monika Koch-Engel beschreibt dabei einen Alltag, der 24/7 Präsenz verlangt – nicht als Pflicht, sondern als Sinnstifter. Sie spricht von der täglichen Arbeit zwischen Organisation, Kosten und medizinischen Herausforderungen, und gleichzeitig von der ungebrochenen Freude, morgens zu wissen, „wofür ich aufstehe“. Namen wie Socke, Krönchen, Lana und Naira stehen für Charaktere, nicht für Funktionen. Der Hof ist so konzipiert, dass Pferde wandern, wählen, ruhen und interagieren können: ein Trail- und „Spielplatz“ über anderthalb Hektar, auf dem Bewegung, kleine Futterportionen und behutsame Beschäftigung die Grundpfeiler bilden. Denn Pferde sind Lauftiere, Steppentiere, deren Körper und Psyche auf rhythmische, schonende Anreize antworten.

Reiten ohne zu reiten: Nähe, die heilt

Wer die Seele eines Pferdes ernst nimmt, beginnt vor dem Sattel. Monika Koch-Engel nennt ihre Methode „reiten ohne zu reiten“ – eine Praxis der Nähe, des Spürens und der Kommunikation. Aus ihrer medizinischen Erfahrung kennt sie die Parallelen zwischen Menschen- und Pferdeseele: Körpersignale, Blickveränderungen, feine Vibrationen der Muskulatur, die auf Stress, Anspannung oder kreative Ideen hinweisen. Ein Schimmel mit „dunkler werdendem Auge“, eine Stute, die beim Hufeauskratzen ein Bein verspannt – es sind Mikrozeichen, die Grenzen markieren. Diese Grenzen nicht zu überschreiten, ist Sicherheitsprinzip und Respekt zugleich. Die Einsicht ist klar: Überfütterung, falsche Haltung und Erwartungsdruck erzeugen Stoffwechselstörungen und psychische Belastungen. Die Antwort des Vereins sind individuell abgestimmte Routinen, Medikamente dort, wo nötig, und ein liebevoll konsequenter Rahmen, der das Pferd als fühlendes Wesen würdigt. Jeder Tag ist Beobachtung und Beziehungsgestaltung, und wer nur alle drei Wochen für fünf Minuten vorbeischaut, wird diese Sprache nie lernen – sie entsteht im geteilten Leben.

Zwischen Leistung und Seele: eine Vision, die ansteckt

Der Sport existiert, die Zucht auf Leistung existiert – und niemand muss das pauschal verteufeln, sagt Monika Koch-Engel. Doch hinter vielen Stalltüren fehlt die Zeit für die Seele des Pferdes. Genau hier setzt die Vision des Vereins an: Menschen mit einer Haltung zu berühren, die andere ansteckt. Pferde von der Rennbahn oder aus dem Parcours lassen sich nicht einfach auf Dauerweide stellen, aber man kann Orte schaffen, an denen Regeneration und Würde möglich werden. Dieser Wandel hat auch eine persönliche Geschichte: Monika Koch-Engel stammt aus einer Leistungskultur, war als Chefärztin und Praxisinhaberin erfolgreich, wurde auch reiterlich hart erzogen. Das Buch „Zur ewigen Herde und zu mir selbst: Seelenpferde“ erzählt den Weg von der reinen Leistungslogik zur Achtung vor dem Wesen. Ihre erste prägende Begegnung mit „Galante“, einem Pferd, das in engen Ständern lebte, war ein Schlüsselmoment: eine „unsägliche Traurigkeit“, die sie spürte und die den Entschluss formte, es anders zu machen. Heute gibt sie den Pferden zurück, was sie einst anders gemacht hätte – nicht als Schuld, sondern als aktive, heilende Haltung.

Coaching für Halter, Hilfe für Pferde

Das Pferde-GUT-Saxdorf ist nicht nur Zufluchtsort, sondern auch Wissensquelle. Coaching, Beratung und Vorträge zeigen Haltern, wie sie Ernährung, Bewegung und Umgebung auf das Individuum abstimmen. Die Formel dahinter ist schlicht, aber anspruchsvoll: kontinuierliche Beobachtung, therapeutische Konsequenz und Respekt vor Signalen, die nicht laut, aber eindeutig sind. Wer mit Blick auf Kosten und Aufwand fragt, wie das gehen soll, bekommt eine klare Antwort – man muss dafür da sein, jeden Tag. Und doch trägt die Arbeit: Pferde mit Stoffwechselerkrankungen stabilisieren sich, seelisch sensibilisierte Tiere finden Vertrauen, und Beziehungen entwickeln sich jenseits des Reitens zu einer Verständigung, in der Nähe und Offenheit wichtiger werden als Leistungstabellen. Das ist nicht der „Massenmarkt“, aber es ist eine Praxis, die wirkt – und die Menschen gewinnt, die damit beginnen, zuzuhören.

Einladung: Dein Verein, Deine Geschichte, Deine Chancen bei „Trude Kuh“

Wir von „Trude Kuh“ laden Dich ein: Wenn Du einen Verein führst, Engagement zeigst oder eine besondere Geschichte mit Pferden und anderen Tieren hast, dann komm ins TV-Studio von „Trude Kuh“ und stell Dich vor. In diesem Interview mit Monika Koch-Engel vom Verein Pferde-GUT-Saxdorf ging es um Pferde mit besonderen Bedürfnissen, um Stoffwechselgesundheit, um „reiten ohne zu reiten“ und um eine Haltung, die Grenzen respektiert und Beziehungen stärkt. Wir fassen es für Dich kurz zusammen: Auf dem Hof in Saxdorf finden acht Pferde und Ponys einen Alltag, der ihre Seele und ihren Körper ernst nimmt; Coaching und Beratung helfen Haltern, die richtige Balance zu finden; und eine Vision verbindet Menschen, die Pferde als fühlende Wesen sehen. Wenn Du das jetzt liest und denkst, dass auch Dein Verein, Dein Projekt oder Dein Unternehmen in diese Wellenlänge passt, dann melde Dich. Wir von „Trude Kuh“ erreichen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat und bieten Dir damit starke Reichweite und vielseitige Werbemöglichkeiten für Unternehmen, ganz gleich ob Du regionale Sichtbarkeit oder nationale Kampagnen planst. Informiere Dich über uns direkt hier: „Trude Kuh“, schau Dir unser TV-Studio von „Trude Kuh“ an und nutze die Chance, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen – wenn Du etwas zu sagen hast, geben wir Dir die Bühne, die Kameras und das Publikum. Wir freuen uns auf Dich, auf Deine Geschichte und auf die Energie, die Du mitbringst.

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