Vereine vorstellen 26. Juni 2026

Stefan Ossowski und Sascha Kothes von BRH Rettungshundestaffel Lüneburger Heide zu Gast bei „Trude Kuh“

Ein Kind, das nach dem Spielen nicht nach Hause kommt. Ein Senior mit Demenz, der die vertraute Straße zur fremden Landschaft werden lässt. Eine Wanderin, die im Wald verschwunden scheint. In solchen Momenten verkürzt sich Zeit zu Herzschlägen, jede Minute zählt – und irgendwo wartet ein Mensch darauf, gefunden zu werden. Dort beginnen die leisen Einsätze einer Truppe, die selten im Rampenlicht steht: Teams aus Menschen und Hunden, die mit Training, System und Nervenstärke Unsichtbares sichtbar machen. Im „Trude Kuh“ TV-Studio erzählen Stefan Ossowski und Sascha Kothes von der BRH Rettungshundestaffel Lüneburger Heide, wie Präzision und Empathie in der Suche eine Einheit bilden – moderiert von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Wenn Alltag zur Ausnahme wird: Alarmierung, Ankunft, Entscheidung

Die Rettungshundestaffel wird von Polizeileitstellen alarmiert, wenn Menschen vermisst werden. Dann sind die Teams oft die ersten am Einsatzort – und damit diejenigen, die den Zustand eines Fundortes als erste einschätzen müssen. Stefan Ossowski beschreibt, wie groß die Spannweite ist: vom erleichternden Fund einer unverletzten Person, die aus dem Wald begleitet wird, bis hin zu schwerwiegenden Situationen mit nicht ansprechbaren Menschen, in denen überbrückende Maßnahmen bis zur Reanimation gefragt sind. Während Rettungswagen und Notärzte unterwegs sind, zählt die Fähigkeit, schnell richtig zu handeln. Was nüchtern klingt, ist emotional fordernd – und verlangt Training, das weit über klassische Hundeschule hinausgeht.

Zwei Wege zum Ziel: Flächensuche und Mantrailing

Die Arbeit der Staffel teilt sich maßgeblich in zwei Disziplinen: Personenspürhunde, sogenannte Mantrailer, die einer individuellen Geruchsspur folgen, und Flächenhunde, die große Areale systematisch nach menschlicher Witterung absuchen. Ein ausgebildeter Flächenhund kann rund fünf Hektar Wald in 20 bis 30 Minuten gründlich abarbeiten – stets als Teamleistung mit dem Hundeführer. Mitten im Studio wird es anschaulich: Uschi, geprüfter Flächenhund und seit Jahren im Dienst, steht sinnbildlich für Erfahrung und Präzision. Fred, Flächen- und Trümmerhund, hat bereits elf Menschen gerettet und liegt seelenruhig im Studio – ein Kontrast, der zeigt, wie gelassen diese Tiere trotz hoher Einsatzanforderungen sind. Mara, seine Schwester, hat ebenfalls bereits Leben gerettet und beweist, dass Einsatzstärke und Freundlichkeit keine Gegensätze sind.

Ausbildung ist Teamsport: Vertrauen, Lesen, Führen

„Entscheidend ist das andere Ende der Leine“, bringt es Stefan Ossowski auf den Punkt. Nicht der Hund allein wird ausgebildet, sondern das Team. Der Mensch muss lernen, seinen Hund in feinen Nuancen zu lesen, und der Hund muss seinem Menschen bedingungslos vertrauen. Das ist in Trümmerlagen ebenso essenziell wie in der Fläche, oft außer Sicht und gesteuert über Ruf- und Sichtzeichen. Wer mehr Training braucht? Meist der Mensch. Während Hunde oft in wenigen Wochen verstehen, welches Verhalten gefragt ist, lernen Hundeführer über Monate und Jahre, Orientierung, Funkdisziplin, Karten- und Kompasskunde, Taktik und das Management von Stresssituationen zu verbinden. Dazu gehört sogar Wissen über Thermik und Wind, die für Geruchsausbreitung entscheidend sind – ein bisschen Babypuder im Einsatzgepäck verrät, aus welcher Richtung die Luft strömt.

Realistisches Training: Nacht, Trümmer, Funk und wechselnde Gebiete

Sascha Kothes betont, wie wichtig variierende Trainingsorte sind. Hunde lernen Terrains; wer immer im selben Wald übt, riskiert Routine statt Leistung. Darum trainiert die Staffel in Wäldern, auf Wiesen, in leerstehenden Gebäuden, Abrissobjekten und spezialisierten Trümmerzonen. Nachttraining gehört dazu, denn Einsätze folgen keinem Terminkalender. Technisch unterstützt werden die Teams unter anderem mit GPS-Halsbändern, um Hunde sicher fernorten zu können. Versteckpersonen, Funkgeräte, Einsatzjacken, Helm, stabiles Schuhwerk – alles Teil eines Ablaufs, der im Ernstfall ohne Reibungsverluste funktionieren muss. Kommunikation ist dabei ebenso wichtig wie Geruch: Nur wenn Funk, Führung und Suchstrategie greifen, wird aus Minuten Rettungszeit.

Engagement mit Preisetikett: Ehrenamt, Zeit und Kosten

Die Rettungshundestaffel ist ein Verein – kein staatlicher Dienst. Das erstaunt Angehörige und Passanten immer wieder, wenn im Einsatz zwischen Blaulichtern plötzlich ehrenamtliche Teams arbeiten. Zwar gibt es Förderungen über den Dachverband, doch diese stammen letztlich aus Spenden und sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Der private Aufwand ist erheblich: Ein „Starterpaket“ mit Einsatzkleidung, Weste, Helm und Schuhen schlägt schnell mit rund 1.000 Euro zu Buche – Futter, Tierarzt, Training und Anfahrt nicht eingerechnet. Vieles läuft über Privatfahrzeuge, und selbst die Einsatzfahrzeuge werden durch Vereinsmitglieder finanziell mitgetragen. Hinzu kommt die Zeit: Trainingstage am Donnerstag und sonntags, Nachtübungen, Einsätze, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen. Wer mitmachen will, braucht Commitment – und oft die Unterstützung der Familie, wenn um 2 Uhr nachts das Alarmtelefon klingelt.

Nachwuchs gesucht: Realistische Erwartungen statt Tamagotchi-Romantik

In der Coronazeit gab es mehr Interessenten – geblieben sind wenige. Die Staffel rechnet nüchtern mit einer 1-Prozent-Regel: Von zehn Anrufern erscheint einer zum Probetraining, von zehn Probetrainings bleibt einer. Der Grund ist einfach: Rettungshundearbeit ist kein punktuelles Hobby und keine „Viertelstunde im Monat“-Sache, sondern eine anspruchsvolle Gemeinschaftsleistung. Sie verlangt Geduld, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, Frust auszuhalten, wenn Hund und Mensch mal „aneinander vorbeilaufen“. Trainer geben Impulse, doch jedes Team findet seinen Weg. Wer durchhält, wird belohnt – mit Momenten, in denen aus einer Vermisstenmeldung eine Erfolgsmeldung wird und ein Mensch zurückkehrt. Es sind diese Augenblicke, die den Kurs rechtfertigen und lange Tage schlagartig leicht machen.

Trainingsflächen gesucht: Wald, Wiese, Leerstand und Trümmer

Neben Menschen sucht die Staffel auch Gelände – immer wieder neu. Privatwaldbesitzer, Unternehmen mit leerstehenden Objekten, Betreiber von Abrissflächen oder Industriegeländen helfen, wenn sie Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Besonders wertvoll sind Orte, an denen sich Strukturen verändern: Röhrenwerke, Abbruchareale, verwinkelte Gebäude. Der regionale Einsatzraum der Staffel liegt im Heidekreis sowie in den Landkreisen Rotenburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Wer hier Flächen anbieten kann, unterstützt direkt die Einsatzfähigkeit der Teams – und damit die Chance, dass Hilfe im Notfall schneller wird.

Einladung, Überblick und Möglichkeiten für Vereine und Unternehmen

Wir von „Trude Kuh“ haben die BRH Rettungshundestaffel Lüneburger Heide im Studio erlebt: Stefan Ossowski und Sascha Kothes haben eindrucksvoll gezeigt, wie Flächensuche und Mantrailing zusammenspielen, weshalb Wind, Funk und Nachttraining keine Kür, sondern Pflicht sind, und wie viel Ehrenamt, Geld und Herzblut in jedem Einsatz stecken; wenn Du mit Deinem Verein im TV-Studio von „Trude Kuh“ vorgestellt werden möchtest, melde Dich gern bei uns über „Trude Kuh“ und erfahre mehr über unser TV-Studio von „Trude Kuh“, in dem wir regelmäßig Vereine und Initiativen ins Rampenlicht holen, damit Dein Engagement die Bühne bekommt, die es verdient; zugleich richten wir uns an Unternehmen: Mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bieten wir starke Reichweite und smarte Formate – informiere Dich zu unseren Werbemöglichkeiten für Unternehmen, wenn Du Deine Marke aufmerksamkeitsstark platzieren willst; und falls Du als Verein selbst ein Thema hast, das auf die große Bühne gehört, dann nutze unsere Seite Verein im Interview vorstellen – wir geben Dir unkompliziert eine Plattform, um Menschen zu erreichen, die mit anpacken, spenden oder Teil der Sache werden wollen; kurz gesagt: Wir von „Trude Kuh“ erzählen Deine Geschichte, wir öffnen Dir Studio, Reichweite und Redaktion – wenn Du Deinen Verein sichtbar machen willst oder als Unternehmen echte Wirkung suchst, dann komm zu uns, und wir bringen Dich vor die Kamera, in die Timeline und ins Gespräch.

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