Vereine vorstellen 30. Juni 2026

Dagmar Engel von Emsländische Herzen für Menschen und Tiere e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn ein kurzer Moment zum Lichtblick wird, dann oft durch etwas Kleines: ein Gespräch, ein warmes Wort, ein Sack Tierfutter oder eine handgemachte Puppe, die einer demenzkranken Person spürbare Geborgenheit schenkt. So beginnt die Geschichte, die Dagmar Engel im „Trude Kuh“ TV-Studio erzählt – eine Geschichte der leisen Gesten mit großer Wirkung. Sie berichtet von Armut, Einsamkeit, Krankheit und Demenz als täglicher Realität vieler Menschen, und von Tieren, deren Besitzer die Versorgung kaum noch stemmen können. Dort, wo Anträge und Ämter nicht sofort helfen, setzt ihr Verein Emsländische Herzen für Menschen und Tiere e.V. an: unmittelbar, herzlich, unbürokratisch. Moderator des Gesprächs ist Redaktionsleiter Georg Mahn.

Von der persönlichen Erfahrung zur Idee mit Gewicht

Der Ursprung ihrer Initiative ist schmerzhaft und prägend: Ihr Sohn, schwerbehindert, wurde einst nach dem Kontakt mit Glasperlenfüllung in einer Babypuppe krank. Für Dagmar Engel war das ein Wendepunkt. Sie suchte nach einer besseren Lösung und fand sie in Schafswolle. Seitdem füllt sie Puppen mit natürlicher Wolle, wodurch sie rund 960 Gramm wiegen – leicht genug, damit Demenzkranke sie komfortabel tragen können, und schwer genug, um das Gefühl „etwas im Arm zu haben“ zu wecken. Jede Puppe erhält liebevolle Details: einen Schnuller, eine Flasche, sorgfältig bemalte Haare oder, auf Wunsch, echte Haare, die handwerklich aufwendig eingezogen werden. Bis zu fünf Stunden investiert sie dafür, damit der Moment, in dem eine Bewohnerin im Altenheim die Puppe in den Arm nimmt, zu einem Augenblick echter Nähe wird.

Engel produziert nicht allein: Eine Freundin aus Polen bemalt die Puppengesichter, eine Firma liefert Köpfe und Beine, sie selbst setzt zusammen, füllt, glättet, frisiert und veredelt. Diese Arbeit ist mehr als Handwerk. Sie ist das Versprechen, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Hospizen, Kitas und Demenzhäusern Momente von Sinn und Routine zu schenken. Und sie ist ein Angebot an Angehörige, die sich oft schämen, weil sie sich eine Puppe nicht leisten können – ein Gefühl, dem der Verein mit Spenden und kostenloser Weitergabe entgegentritt.

Hilfe, wo Scham im Weg steht

Die Emsländischen Herzen helfen dort, wo Scham leiser ist als Not. Viele Seniorinnen und Senioren trauen sich nicht ins soziale Kaufhaus. Wer Spielzeug aussortiert, Kleidung übrig hat oder Babykleidung für die Puppen spendet, schafft direkte Freude ohne Umweg. Manchmal sind es Frühchen-Hosen mit breitem Bund für Krankenhäuser, manchmal Reservehosen für Kinder, die beim Hausarzt nass ankommen, manchmal einfach ein T-Shirt mit kleinem Loch, aus dem Dagmar Engel etwas Neues näht. Die Produktionskette ist schnell und effizient, wenn Helferinnen und Helfer beim Zuschneiden unterstützen – innerhalb von acht Minuten kann dann eine Hose fertig sein.

Tierfutterspenden sind ein weiterer Schwerpunkt. Der Bedarf steigt, sagt Engel, deutlich. Wer seine 15 Jahre alte Katze liebt, braucht Unterstützung statt Abgabe-Appelle, denn für betagte Tiere findet sich selten ein Platz. Der Verein springt ein, liefert Futter, füllt Lücken, in denen Budgets und bürokratische Wege versagen. Das Ziel ist immer Würde: mit Zeit, mit einem Gespräch, mit praktischer Hilfe. Und mit kleinen, sinnlich erfahrbaren Gesten – wie einem Gläschen Rosenmarmelade, das nicht in Supermärkten zu bekommen ist, aber Erinnerungen und Appetit zugleich weckt.

Tierschutz ohne Abgrenzung

Die Emsländischen Herzen machen beim Tierschutz keinen Halt. So wurden zwei Hunde aus der Türkei, beide mit amputiertem Bein, kurzzeitig bei Engel zur Pflege aufgenommen, bis sie in Düsseldorf tierärztlich weiterversorgt werden konnten. Bürsten, füttern, Nähe geben – auch wenn Stubenreinheit nicht sofort sitzt und der eigene Haushalt zum provisorischen Pflegestützpunkt wird. „Nein“ sagen fällt ihr schwer, gesteht Engel. Aber wann immer es möglich ist, hilft sie. Selbst wenn die eigene Hündin mit besonderem Gesundheitszustand erst einmal irritiert ist, wenn „Pferde“ – große Hunde – ins Haus kommen. Die Botschaft bleibt klar: Hilfe hat keine Kategorie, sie ist da, wenn sie gebraucht wird.

Gemeinschaft stiften: Räume, Kaffee, Gespräche

Was Menschen oft am dringendsten brauchen, ist Zeit. Gesprächszeit, Kaffeetisch-Zeit, das einfache Dasein. Engel würde gern einen kostenlosen Kaffeetreff aufbauen – Räume wären die einzige Hürde. Wer Räume bereitstellt, schafft ein Umfeld, in dem Senioren sprechen, lachen, sich erinnern können. Bei Kindergeburtstagen schminkt sie mit Rollenspiegelschminke „Elsa“ auf die Wange oder einen „Grashüpfer“ für Jungen – kleine Kunstmomente, die schnell gehen und lange wirken. Für Pflegeeinrichtungen, in denen sich Bewohnerinnen um die Puppe stritten, ist die Lösung simpel und doch kostenintensiv: mehr Puppen. Mehr Hände. Und mehr Unterstützung.

Mitmachen, Nähen, Kochen: Der Verein braucht Dich

Die Arbeit der Emsländischen Herzen ist eine Einladung. Wer Gelierzucker vorbeibringt, macht Rosen- und Kirschmarmeladenzeit möglich und verhindert, dass Früchte auf dem Hof nur Vögel füttern. Wer zuschneiden hilft, entlastet rheumageplagte Finger. Wer häkelt, näht, kocht ein oder Social-Media betreut, gibt der Idee Reichweite. Denn oft denken Menschen, die den Verein online nicht mehr sehen, er sei nicht mehr aktiv. Die Realität ist das Gegenteil: Aktivität passiert dort, wo geholfen wird – beim Nähen, Packen, Liefern. Manches bezahlt Engel aus eigener Tasche, weil der Moment des Glücks bei einem Tier oder einem Menschen mehr wert ist als die Zahl auf dem Konto.

Einladung und Überblick: So erreichst Du uns und wirst Teil der Unterstützung

Wir von „Trude Kuh“ haben Dagmar Engel und die Emsländischen Herzen für Menschen und Tiere e.V. im TV-Studio begrüßt und mit Dir die zentralen Punkte besprochen: handgefertigte, sichere Puppen mit Schafswolle für demenzkranke Menschen; schnelle Hilfe für Seniorinnen und Senioren, die aus Scham nicht ins soziale Kaufhaus gehen; praktische Unterstützung durch genähte Kleidung, Frühchenhosen und Spielsachen; sowie Tierschutz mit Herz, bis hin zur Pflege von Hunden in akuter Not. Wenn Du mit Deinem Verein, Deiner Initiative oder Deinem Unternehmen sichtbar werden möchtest, melde Dich gerne – wir von „Trude Kuh“ stellen Dich im TV-Studio vor und zeigen, wie Engagement wirkt. Mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat bieten wir Dir Reichweite und echte Werbemöglichkeiten, damit Deine Botschaft ankommt. Informiere Dich über uns direkt auf „Trude Kuh“ und schau Dir das TV-Studio von „Trude Kuh“ an, wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen willst, findest Du alle Infos hier: Verein im Interview vorstellen. Für Unternehmen, die Kampagnen planen, erläutern wir transparent die Werbemöglichkeiten für Unternehmen – so erfährst Du, wie Du unsere Reichweite für Dein Branding, Deine Leads oder Dein Recruiting nutzt. Kurz zusammengefasst: Du hast eine Geschichte, wir haben die Bühne; Du willst helfen, wir bringen Dich ins Gespräch; Du suchst Sichtbarkeit, wir liefern Reichweite. Wenn Du mit Deinem Verein zu Gast sein willst oder als Werbepartner starten möchtest, melde Dich – wir von „Trude Kuh“ freuen uns auf Dich und Deine Ideen.

Spenden