Vereine vorstellen 25. Juni 2026

Karin und Frank Dörfel von Children´s future M´bour zu Gast bei „Trude Kuh“

Die Klimaanlage summt leise, draußen hängt der Alltag in den Straßen, drinnen aber rutscht einem beim Zuhören das Herz an den richtigen Fleck. Ein Dorf in der Savanne, eine staubige Piste, eine Hütte mit Strohdach – und ein vierjähriges Mädchen, das auf den Knien kriechend um Hilfe bittet. Ausgerechnet dieser Moment, eine Begegnung am 25. November 2019 in der Region rund um M’bour im Senegal, wurde für Karin und Frank Dörfel zum Wendepunkt. Was als Reise mit Spenden begann, wurde zur Verpflichtung aus Überzeugung: „Children´s future M´bour“. Im Gespräch in den TV-Studios von „Trude Kuh“ erzählen die Gründer, wie aus einer spontanen Geste ein Netzwerk für medizinische Hilfe, Bildung und tägliche Mahlzeiten entstand – empathisch moderiert von Redaktionsleiter Georg Mahn.

Wie alles begann: Von der Reise zur Verantwortung

Die erste Berührung mit der Region reicht zurück ins Jahr 2012. Ein Freund aus dem Pflegebereich, selbst in Rastede beheimatet und ursprünglich aus einem Dorf bei M’bour, erzählte von Kindern, die hungern – eine bittere Realität hinter der touristisch strahlenden Küste. Neugierig, unvoreingenommen und mit offenen Augen reisten Karin und Frank in die Savanne. Der Kontrast traf sie wie ein Schlag: Menschen leben dort, als sei die Zeit in manchen Winkeln stehen geblieben. Später führten Spendenaktionen erneut in die Region – bis zu jenem Tag 2019, als Karin ein Kind auf dem Boden kriechen sah, abgemagert, still, ungewaschen. Die Mutter bat, es mitzunehmen, weil es sonst sterben würde. Stattdessen versprachen die Dörfels, vor Ort zu helfen. Ein Arzt war gefunden, ein Krankenhaus 30 Kilometer entfernt – und ohne dass es jemand ahnte, begann genau in diesem Augenblick ein Projekt, das bis heute trägt.

Hilfe, die ankommt: Medizin, Prävention, Physiotherapie

Aus der ersten Behandlung wurde eine Kette konkreter Maßnahmen. Ein Mädchen, das inzwischen sechs Operationen hinter sich hat, schafft heute die Schritte auf Krücken – ein Fortschritt, den kontinuierliche Nachsorge möglich macht. Physiotherapie in Warang, zehn Kilometer entfernt, organisiert mit einer französischen Therapeutin; Fahrten durch den lokalen Vertrauten Jimmy; Medikamente aus der Apotheke, vorfinanziert und begleitet von Menschen, die Mut zur Geduld haben. Zugleich gehen die Dörfels pragmatisch dorthin, wo Prävention wirkt: Parasitenbefall ist häufig, weil Kinder barfuß laufen. Laufschuhe vom Sportgeschäft, Kinderschuhe aus Spenden – ein simples Mittel, das Infektionen verhindert. Auch zahnmedizinische Versorgung ist Teil des Netzes: Im Sace-Krankenhaus übernehmen Ärzte ohne Grenzen und lokale Fachkräfte Basisbehandlungen. Die Kinder halten tapfer durch, und niemand bleibt allein – kein Eingriff ohne Begleitung, keine Strecke ohne erklärende Hand an der Seite.

Bildung als Schlüssel: Internat, Schule, Perspektive

Gesundheit schafft Chancen, Bildung öffnet Türen. Doch Operationen und Krankenhausaufenthalte reißen Lücken in den Unterricht. Umso bedeutender war der Fund eines geeigneten Internats nahe M’bour: gegründet von Marlies und Alain, mit eigener Orthopädie, maßgeschneiderter Ernährung und einer Schule in 200 Metern Entfernung. Ein Platz ab Oktober bringt die Aussicht, Lernrückstände aufzuholen und zugleich medizinisch gut versorgt zu sein. Parallel denken Karin und Frank größer: Eine feuchte, rissige Dorfschule soll saniert werden – mit Zement, Maurern aus dem Dorf und fair bezahlter Arbeit, damit Hilfe zur Selbsthilfe keine Floskel bleibt. Auch eine kleine Krankenstation mit der engagierten Anna als Anlaufstelle fügt sich in dieses Netz, unterstützt und überprüft durch die vertrauenswürdigen Partner vor Ort, allen voran Astro und Jimmy.

Logistik mit Herz und kühlem Kopf: Container, Quittungen, Kontrolle

Hilfe wirkt nur, wenn sie verlässlich ankommt. Deshalb stapeln sich in Rastede nicht nur Emotionen, sondern auch sauber gepackte Kisten. Eine angemietete Garage ersetzt den Dachboden, Karin ist die „Verpackungsfrau“, die Spielsachen, Kleidung und Babyartikel sortiert und original verpackt. Container werden in Hannover aufgegeben und per Schiff verschickt – verzögert durch Weltkrisen, aber organisiert mit klarer Kostendisziplin. 1.300 Euro pro Container sind zu stemmen, Daueraufträge und Spenden machen den Unterschied. Medizinische Hilfsmittel bringen die Dörfels, wenn möglich, direkt ins Krankenhaus. Frank führt akribisch Buch, jede Ausgabe belegt, jede Quittung abgeheftet – damit jeder Euro dort landet, wo er Leben verändert, und nicht in Verwaltung versickert.

Ein Dorf im Blick: Essen, Wasser, Alltag

Wer einem Kind hilft, muss die Gemeinschaft mitdenken. In Kosmapolga, einem Ort mit rund 47 Familien und etwa 400 Menschen, zählen die einfachen Dinge. Reismahlzeiten für Schulkinder sind Motivation und Rettungsanker zugleich – nicht wenige gehen nur in die Schule, weil es dort Essen gibt. Eine Wasserleitung wurde gelegt, eine Schule instandgesetzt, und immer wieder gibt es Situationen, die das Herz fest schnüren: drei Kinder allein in einer Hütte, die neunjährige Schwester sorgt für die jüngeren Brüder, Mutter im Krankenhaus, Vater weit weg auf Arbeit. In solchen Momenten wird klar, warum Hilfe planvoll sein muss: damit es Mahlzeiten gibt, wenn Ferien sind, damit Krankheiten nicht durch Parasiten beginnen und mit Sepsis enden, damit Kindern der Weg in eine lebenswerte Zukunft offensteht.

Menschen, die tragen: Vertrauen, Sprache, Nähe

Kein Projekt ohne starke Schultern. Die Dörfels sprechen dankbar von Astro, einst Köchin, heute Dolmetscherin für Wolof und Bindeglied zu den Familien. Jimmy, „der Geldmann“, ist seit sieben Jahren verlässlich wie ein Fels – mit 35 Jahren Deutschland-Erfahrung und dem Entschluss, zurückzugehen, um Verantwortung zu übernehmen. Das Krankenhaus von Albert Pantle und Werner Oertel gehört genauso zum Netzwerk wie die Physiotherapeutin in Warang. Vertrauen entsteht durch Nähe: Es wird täglich kommuniziert, Wege werden gemeinsam gegangen, Mütter begleitet, Entscheidungen geprüft. Und wenn die Bilder zu Hause aufpoppen, kommen die Tränen – aus Erschöpfung, aber vor allem aus dem Gefühl, dass geteilter Wohlstand kein Verlust ist, sondern eine Einladung, das eigene Glück zu teilen.

Einladung an Dich: Mit uns im TV-Studio von „Trude Kuh“ Zukunft gestalten

Wir von „Trude Kuh“ haben heute mit Karin und Frank Dörfel von Children´s future M´bour gesprochen: über ein Mädchen, das dank Operationen und Physiotherapie wieder Schritte wagt; über Parasiten, die mit einem Paar Schuhe vermeidbar sind; über ein Internat, das Bildung und medizinische Betreuung verbindet; über eine Schule, die trocken und sicher werden soll; und über Reismahlzeiten, Wasserleitungen und die vielen kleinen Bausteine, die aus Not Perspektive machen. Wenn Du selbst einen Verein führst oder eine Initiative kennst, die ihre Arbeit vorstellen möchte, melde Dich bei uns – wir laden Dich herzlich in das TV-Studio von „Trude Kuh“ ein. Auf „Trude Kuh“ findest Du alles über unsere Formate, und das TV-Studio von „Trude Kuh“ steht Vereinen offen, die ihre Geschichte erzählen wollen. Wir erreichen monatlich über 14,5 Millionen Kontakte – das gibt Deiner Sache Reichweite und gibt Unternehmen ein starkes Umfeld, um Marken sichtbar zu machen. Wenn Du Deinen Verein im Interview vorstellen möchtest, kümmern wir uns um eine professionelle Umsetzung, die Herz und Verstand erreicht. Und wenn Du als Unternehmer nach starken Platzierungen suchst, zeigen wir Dir gern unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen – vom Sponsoring einzelner Formate bis zu crossmedialen Kampagnen. Sag uns, was Dir wichtig ist, und wir finden die Bühne dazu: Wir von „Trude Kuh“ öffnen Türen, erzählen Geschichten, die berühren, und verbinden Engagement mit Reichweite – wenn auch Du etwas bewegen willst, dann komm zu uns und lass uns gemeinsam Zukunft gestalten.

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