Vereine vorstellen 17. Juli 2026

Beatrice Ribbers und Alina Mäsing von Bebea e.V. zu Gast bei „Trude Kuh“

Es ist ein schmaler Grat zwischen einer selbstbestimmten Zukunft und einem Leben, das von Armut und fehlenden Chancen diktiert wird. Für viele junge Frauen und Mädchen im ländlichen Kenia ist dieser Grat eine alltägliche Realität. Der Zugang zu Bildung, die Aussicht auf einen Beruf oder selbst grundlegende Ressourcen wie Hygieneartikel sind keine Selbstverständlichkeiten. Türen, die hierzulande weit offen stehen, bleiben dort oft verschlossen. Doch manchmal beginnt ein neuer Weg mit einer einzigen Chance, geboren aus einer persönlichen Geschichte. Aus dem tiefen Wunsch heraus, genau diesen Kreislauf zu durchbrechen, entstand der Verein Bebea e.V., dessen beeindruckende Arbeit die Gründerin Beatrice Ribbers und die zweite Vorsitzende Alina Mäsing im Gespräch mit Redaktionsleiter Georg Mahn in den TV-Studios von „Trude Kuh“ vorstellten.

Von persönlichen Erfahrungen zur treibenden Kraft

Die Wurzeln des Vereins Bebea e.V., dessen Name aus dem Suaheli stammt und „tragen“ bedeutet, liegen tief in der Lebensgeschichte seiner Gründerin. Beatrice „Betty“ Ribbers, 1990 in Kenia geboren und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, kennt die Härten des Lebens aus erster Hand. Sie erinnert sich an Tage ohne Essen und an Wochen, in denen sie der Schule fernbleiben musste, weil ihre Eltern die Gebühren nicht aufbringen konnten. Als sie 2011 im Rahmen eines Austauschprogramms nach Deutschland kam, war ihr erster prägender Eindruck der Schnee – ein Bild, das sich tief eingeprägt hat. Doch neben den klimatischen Unterschieden war es vor allem die kulturelle Umstellung, die sie herausforderte. Ein einfaches Abendbrot mit Brot statt einer warmen Mahlzeit war nur eine der vielen kleinen, aber signifikanten Differenzen, die ihr die neue Welt verdeutlichten. Mit dem Ziel, ihr Taschengeld für eine College-Ausbildung in Kenia zu sparen, merkte sie schnell, dass auch das Leben in Deutschland Kosten verursacht. Ihre Erfahrungen und das Bewusstsein, dass Bildung der Schlüssel zu einem besseren Leben ist, motivierten sie, etwas zu verändern. Aus anfänglicher privater Unterstützung für ihre Familie und Gemeinschaft wuchs die Erkenntnis, dass nachhaltige Hilfe eine organisierte Struktur benötigt. So wurde im Jahr 2022 der Verein Bebea e.V. in Lahr gegründet, um gezielt und langfristig Perspektiven zu schaffen.

Hilfe zur Selbsthilfe: Bildung und Hygiene als Fundament

Der Kern der Vereinsarbeit von Bebea e.V. ist das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Alina Mäsing, zweite Vorsitzende und langjährige Freundin von Betty, betont, wie sehr die Erzählungen aus Kenia sie berührt und zum Handeln motiviert haben. „Uns geht es hier so gut“, stellt sie fest und unterstreicht die Notwendigkeit, einen Beitrag zu leisten. Ein zentrales Projekt ist die Förderung von Bildung. Während der Schulbesuch in Deutschland eine Selbstverständlichkeit und Pflicht ist, können sich viele Familien in Bettys Heimatregion Siaja die Schulgebühren nicht leisten. Der Verein ermöglicht durch Schulpatenschaften Kindern den Besuch weiterführender Schulen. Betty Ribbers, die selbst erlebt hat, wie oft Jungen in der Bildung bevorzugt werden, legt einen besonderen Fokus auf die Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen. Ein weiteres, oft unterschätztes Problem ist der Mangel an Hygieneartikeln. Betty berichtet aus eigener Erfahrung, wie sie als Schülerin auf alte Stoffreste zurückgreifen musste, was nicht nur unhygienisch, sondern auch mit Stigma verbunden war. Viele Mädchen bleiben während ihrer Periode dem Unterricht fern. Bebea e.V. hat bereits über 2000 jungen Frauen mit Binden und Unterwäsche geholfen und leistet in Schulen wichtige Aufklärungsarbeit. Diese direkte und pragmatische Hilfe sorgt dafür, dass Mädchen nicht aufgrund ihrer Periode wertvolle Bildungstage verpassen.

Berufliche Perspektiven und die Stärkung der Gemeinschaft

Neben der Bildungsförderung setzt Bebea e.V. auf die berufliche Qualifizierung, um jungen Frauen den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit zu ebnen. Ein Näh- und Schneiderprojekt richtet sich gezielt an junge, oft alleinerziehende Mütter zwischen 18 und 30 Jahren. Viele von ihnen wurden in jungen Jahren verheiratet und sind mit ihren Kindern wieder zu ihren Eltern zurückgekehrt, ohne eine berufliche Perspektive zu haben. Durch das Erlernen des Schneiderhandwerks erhalten sie eine Fähigkeit, die ihnen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnet. Betty Ribbers, die heute als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Uniklinik Münster arbeitet, weiß aus eigener Erfahrung, wie lebensverändernd eine solche Möglichkeit sein kann. Sie ist sich bewusst, welch ein Glück sie hatte, dem Kreislauf der Armut zu entkommen. „Wenn ich nicht nach Deutschland gekommen wäre, wäre ich wahrscheinlich irgendwo im Dorf mit sieben oder acht Kindern“, reflektiert sie. Diese Dankbarkeit ist der Motor ihres Engagements, etwas an ihre Gemeinschaft zurückzugeben. Die Projekte werden transparent und direkt vor Ort umgesetzt, was Betty durch ihre regelmäßigen Besuche in Kenia sicherstellt. So war sie auch direkt nach dem Interview auf dem Weg in ihre Heimat, um ein kostenloses medizinisches Camp zu koordinieren. Diese Verbindung stellt sicher, dass die Spenden genau dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Werde auch Du Teil unserer Gemeinschaft und bewege etwas!

Das Gespräch mit Beatrice Ribbers und Alina Mäsing hat eindrucksvoll gezeigt, wie aus einer persönlichen Geschichte eine kraftvolle Bewegung entstehen kann, die das Leben vieler Menschen zum Positiven verändert. Wir von „Trude Kuh“ sind tief beeindruckt von der Arbeit des Vereins Bebea e.V. und der Leidenschaft, mit der hier geholfen wird. Vielleicht engagierst auch Du Dich in einem Verein, der eine besondere Geschichte zu erzählen hat? Wenn Du Deinen Verein oder Dein soziales Projekt einem großen Publikum vorstellen möchtest, dann melde Dich bei uns! Wir bieten Dir die Plattform in unserem professionellen TV-Studio von „Trude Kuh“, um Deine Botschaft zu verbreiten. Nutze die Chance und bewirb Dich bei uns, um Deinen Verein im Interview vorstellen zu können. Unsere Plattform „Trude Kuh“ erreicht monatlich über 14,5 Millionen Kontakte und bietet damit eine enorme Reichweite. Diese Reichweite ist nicht nur für Vereine interessant, sondern eröffnet auch Unternehmen vielfältige Möglichkeiten. Wenn Du Dein Unternehmen einer breiten und interessierten Zielgruppe präsentieren möchtest, informiere Dich über unsere attraktiven Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Ob soziales Engagement oder unternehmerischer Erfolg – bei uns findest Du den richtigen Rahmen, um Deine Ziele zu erreichen. Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören und gemeinsam Großes zu bewegen!

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