Vereine vorstellen 15. Juli 2026

Manfred Hölscher und Ben-Lienus Mester von Nordhorner Sportschützengemeinschaft zu Gast bei „Trude Kuh“

Wenn die Ruhe den Raum einnimmt und die Zielscheibe im Flimmern der digitalen Anzeige scharf zieht, wird Sport zu einer Art Meditation. Genau in diesem Moment, wenn die Atmung gleichmäßig wird und das Gehör sensibler als das Auge arbeitet, zeigt sich, was moderner Schießsport wirklich ist: Präzision, Verantwortung und Gemeinschaft. In den TV-Studios von „Trude Kuh“ erzählt die Nordhorner Sportschützengemeinschaft, wie sie diese Mischung seit Jahrzehnten lebt – mit Menschen, die für den Sport brennen, mit Technik, die die Zukunft betont, und mit einer Haltung, die Barrieren abbaut. Durch das Gespräch führt Redaktionsleiter Georg Mahn.

Ein Verein mit Herz, Haltung und hochmoderner Technik

Die Nordhorner Sportschützengemeinschaft, kurz NSG, wurde 1970 gegründet und hat sich seitdem immer wieder neu erfunden. Nach harten Jahren mit Mitgliederverlusten – nicht zuletzt durch die Corona-Zeit – setzte der Verein 2023 neu an: Satzungsänderung, frischer Vorstand, klare Mission. Das Ergebnis ist heute sichtbar und hörbar. Sichtbar, weil der Verein seit Dezember mit 16 digitalen Meyton-Luftdruckanlagen arbeitet und damit präzises, zeitgemäßes Training ermöglicht. Hörbar, weil die NSG schon seit 2004 eine Sehbehindertengruppe beherbergt, die mit spezieller Audiotechnik schießt. Hier zählt das Ohr als Leitinstrument: Kopfhörer, Tonleitlinien, Zielsicherheit ohne Sicht – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie inklusiv moderner Schießsport sein kann.

Der erste Vorsitzende Manfred Hölscher, der seit über 40 Jahren aktiv ist, beschreibt genau diese Mischung aus Tradition und Innovation als Motor. Ihn hält die Arbeit mit Jugendlichen jung, und er freut sich, wenn Talente Schritt für Schritt auf Landes- und Bundesebene ankommen. Neben dem Vorsitz bringt er Trainerlizenzen ein und setzt auf qualitativ saubere Ausbildung: Wer zum ersten Mal kommt, wird behutsam herangeführt; wer freihändig schießt, tritt nur mit kompletter Ausrüstung an. Dieses Verständnis von Verantwortung prägt die Kultur der NSG – und macht den Unterschied.

Nachwuchs, Inklusion und Disziplinvielfalt

Die NSG deckt eine breite Palette ab: Lichtschießen mit Laser als kindgerechter Einstieg, Blasrohr als neue Trendsparte, Luftgewehr und Luftpistole für den klassischen Bereich sowie Kleinkaliber und Großkaliber für den fortgeschrittenen Wettbewerb. Gesetzlich sind Luftdruckdisziplinen ab 12 Jahren möglich; dank Lichtschießen ist der Einstieg deutlich früher und vor allem sicherer machbar. Inzwischen gibt es sogar offizielle Meisterschaften im Lichtschießen – ein weiterer Baustein, um Kinder und Jugendliche spielerisch an Präzision und Disziplin heranzuführen.

Ein exemplarischer Blick in den Alltag: Rund 60 aktive Schützen trainieren in der NSG, insgesamt zählt der Verein um die 90 Mitglieder. Trainings finden montags bis freitags statt, mit Saisonschwerpunkten Richtung Meisterschaften. Das gesamte System ist auf Entwicklung ausgerichtet: Wer neu beginnt, erhält sorgfältige Betreuung; wer turniertauglich wird, findet sich bald auf Stadt-, Bezirks- und Landesebene wieder. Ein Höhepunkt aus jüngster Zeit: Auszeichnungen wie „Sterne des Sports“ mit einem zweiten Platz veredeln nicht nur das Ehrenamt, sondern geben auch Rückenwind für die weitere Vereinsarbeit.

Persönliche Wege, echte Wirkung: ADHS, Konzentration und Teamgeist

Wie viel Schießsport auch auf der mentalen Ebene bewirken kann, zeigt Sportschütze Ben-Lienus Mester. Mit 16 Jahren beschreibt er, wie das Training seine Hyperaktivität spürbar reguliert. Durch den Fokus auf Atem, Haltung und wiederkehrende, klar strukturierte Abläufe verbessert sich die Konzentration – im Sport und in der Schule. Der Weg führte ihn vom Probeschießen im Schützenfall über die Schießmeister direkt in die Nordhorner Sportschützengemeinschaft, wo er inzwischen Luftgewehr schießt und Kleinkaliber anpeilt. Stadtmeisterschaften, Bezirks- und Landesmeisterschaften hat er bereits bestritten, die Deutsche Meisterschaft ist sein erklärtes Ziel für das nächste Jahr.

Gleichzeitig ist die Vereinsgemeinschaft für ihn mehr als Trainingszeiten: Freundschaften entstehen, Kontakte bleiben nicht nur auf der Standlinie, man telefoniert, tauscht sich aus, wächst zusammen. Dass die NSG dabei generationsübergreifend arbeitet, zeigt der Alltag: Ein jüngstes Kadertalent wie Hanna trainiert die Dreistellung mit Kniend-, Liegend- und Stehendanschlag und gewinnt Medaillen; Ehrenmitglieder wie Gerhard Kock stehen als Tüftler und Gestalter für die Technikentwicklung, während sehbehinderte Schützen wie Helga mit Audiotechnik zu beeindruckenden Leistungen kommen.

Ausbaupläne und Ehrenamt: Von 16 auf 20 Anlagen, digital im Kleinkaliber

Die Modernisierung ist noch nicht zu Ende. Der Luftdruckstand bietet Platz für 20 Meyton-Anlagen, vier fehlen aktuell noch und sollen zeitnah ergänzt werden. Zudem plant die NSG, den Kleinkaliberbereich digital auszustatten – mit fünf weiteren Meyton-Anlagen. Das ist ambitioniert, aber realistisch: Der Verein hat bewiesen, dass er Projekte stemmen kann, wenn Gemeinschaft und Wille zusammenkommen. Klar ist jedoch: Solche Investitionen kosten Geld. Neben Förderungen bleibt der Eigenanteil ein steter Begleiter. Und ebenso klar ist: Ehrenamtliche Kraft ist der Motor, der alles am Laufen hält. Manfred Hölscher blickt deshalb offen in die Zukunft, kündigt für die kommenden Jahre eine Staffelstab-Übergabe an und möchte sich künftig fokussiert um den Sport kümmern. Nachfolger sind in Sicht, der Verein bereitet den Übergang planvoll vor.

Deine Einladung in unser TV-Studio und zu mehr Sichtbarkeit

Wir von „Trude Kuh“ fassen für Dich kurz zusammen, was Du heute aus dem Interview mit der Nordhorner Sportschützengemeinschaft mitnehmen kannst: moderner Schießsport als Mischung aus Präzision, Verantwortung und Gemeinschaft; digitale Meyton-Anlagen für zeitgemäßes Training; eine inklusive Sehbehindertengruppe, die mit Audiotechnik beeindruckt; Nachwuchsarbeit vom Lichtschießen bis zu Landes- und Deutschen Meisterschaften; sowie klare Ausbaupläne, die sowohl Ehrenamt als auch finanzielle Unterstützung brauchen. Wenn Du mit Deinem Verein ähnliche Geschichten erzählen möchtest, melde Dich sehr gern bei uns, denn wir stellen Vereine im TV-Studio von „Trude Kuh“ vor und geben ihnen Reichweite. Wir erzielen über 14,5 Mio. Kontakte im Monat – das bietet enorme Werbemöglichkeiten für Unternehmen, die sichtbare, glaubwürdige Präsenz suchen. Schau gerne bei „Trude Kuh“ vorbei, lern unser TV-Studio von „Trude Kuh“ kennen, nutz die Chance, Deinen Verein im Interview vorstellen zu lassen und informier Dich über unsere Werbemöglichkeiten für Unternehmen. Wir von „Trude Kuh“ machen Vereinsgeschichten sichtbar, geben ihnen eine Bühne und verbinden sie mit einem großen Publikum – wenn auch Du Deinen Verein präsentieren oder als Firma mit uns werben willst, dann nimm Kontakt auf und lass uns gemeinsam Deine Reichweite auf das nächste Level heben.

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