Vereine vorstellen 14. Juli 2026

Erika Lohe-Saul und Ursula Schade vom Seniorenschutzbund Graue Panther Südniedersachsen aus Göttingen zu Gast bei „Trude Kuh“

Als die Studiolampen sich aufwärmten und draußen die Stadt in den frühen Abend glitt, lagen im „Trude Kuh“ TV-Studio große Themen in der Luft: Würde im Alter, gelebte Solidarität und die Frage, wie eine Gesellschaft zusammenhält, wenn sie immer älter wird. Zwischen Kaffeeduft und klaren Worten fiel rasch auf: Hier sprechen zwei Frauen aus Erfahrung und Haltung. Erika Lohe-Saul, Präsidentin des Seniorenschutzbundes Graue Panther Südniedersachsen, und Ursula Schade, Vizepräsidentin im Bundesverband, skizzierten ein Deutschland, das an vielen Stellen zuverlässig organisiert wirkt – und doch für zu viele Menschen im Alter zu unübersichtlich, teuer und manchmal kalt geworden ist. Souverän und zugewandt führte Redaktionsleiter Georg Mahn durch das Gespräch.

Demografischer Wandel: Realität ohne Schonfrist

Seit Jahrzehnten warnen kluge Stimmen vor den Folgen einer alternden Gesellschaft – heute ist das Szenario zur Lebenswirklichkeit geworden. Die beiden Gäste schilderten, wie ältere Menschen zusehends in bürokratischen Schleifen festhängen, wie Wohnraum zum Engpass wird und Pflegeplätze rar und teuer bleiben. Was nüchtern klingt, hat eine zutiefst menschliche Dimension: Es geht um Selbstbestimmung, Respekt und darum, dass niemand die eigene Würde erstreiten muss. Für den Seniorenschutzbund Graue Panther Südniedersachsen ist das keine abstrakte Debatte, sondern tägliche Praxis. Die Beratungen reichen von der Frage “Welche Rechte habe ich?” bis zur Begleitung durch Formulare und Ämter. Gerade wer zögert, Hilfe zu erbitten, findet bei offenen Kontaktnachmittagen in Göttingen einen niedrigschwelligen Einstieg: Kaffeeklönschnack gegen Schwellenangst, Raum für diskrete Gespräche – und oft die kleine Erleichterung, die den großen Unterschied macht.

Jung und Alt: Kein Gegeneinander, sondern ein Lernversprechen

„Heute wir und morgen ihr“ – das Vereinsmotto ist Einladung und Erinnerung in einem. Die Grauen Panther sehen das Thema Alter längst nicht mehr isoliert. Einsamkeit, prekäre Wohnsituationen, abrupte Pflegebedürftigkeit nach einem Unfall: Diese Herausforderungen treffen Jüngere wie Ältere. Was fehlt, ist häufig das tragende Miteinander. Familiäre Distanzen sind gewachsen, Lebensläufe sind mobiler geworden, und die viel beschworenen sozialen Medien verstärken gelegentlich das Gefühl, getrennt statt verbunden zu sein. In diesem Klima fordern Erika Lohe-Saul und Ursula Schade ein respektvolles Geben und Nehmen ein: Die Jungen können von der Erfahrung der Älteren lernen; die Älteren wiederum gewinnen, wenn sie die Perspektiven der Jüngeren hören. Aus dem Geist dieser Begegnung macht der Seniorenschutzbund gelebte Praxis – mit Gemeinschaftserlebnissen, generationsübergreifendem Austausch und konkreter Hilfe vor Ort.

Wohnraum, Pflege, Würde: Der Druck wächst von Flensburg bis Rosenheim

Im Interview wurde deutlich: Die Probleme sind keine Berliner Besonderheit – sie reichen „von Flensburg bis Rosenheim“. Vor allem in Städten fehlt bezahlbarer, kleiner Wohnraum, während die Pflegekosten selbst bei knapperen Leistungen Menschen an die Grenzen bringen. Das Ergebnis ist ein verrohter Alltag, dessen sichtbares Symbol die Flaschensammler wurden – für die Gesprächspartnerinnen eine Schande, die nicht hingenommen werden darf. Auf politischer Ebene, so die Beobachtung, bleibt vieles ein Lippenbekenntnis. Und in der Gesellschaft? Auch hier sei Mut gefragt: Mehr Beteiligung, mehr Stimme, weniger Couch. Wer aufsteht, wird gehört. Wer sich vernetzt, wird wirksam. Der Seniorenschutzbund sucht den Weg der Kooperation mit konstruktiven Partnern, überparteilich, nah am Menschen und mit der Freiheit, Missstände klar zu benennen.

Geschichte mit Gegenwartssinn: Von Trude Unruh zur heutigen Vereinsarbeit

Die historische DNA der Bewegung wurzelt in den 1970er-Jahren: 1975 initiierte Trude Unruh die ursprüngliche SSB-Bewegung, später entstand die Partei Die Grauen – mit Nähe zum Seniorenschutzbund, aber stets eigener Identität. Heute arbeiten die Ortsverbände eigenständig unter dem Dach des Bundesverbandes zusammen. Der politische Arm von einst ist Geschichte, doch der Gestaltungswille geblieben. Statt Parteidisziplin setzt der Seniorenschutzbund auf flexible Allianzen, auf Stadt- und Landesebene, stets am konkreten Ziel orientiert: die Lebenssituation von älteren Menschen zu verbessern, Beratung unabhängig zu halten und gesellschaftliche Teilhabe real zu ermöglichen. So entsteht ein wirksames Netzwerk, das vor Ort Türen öffnet – vom Amt bis zum Nachbarschaftstreff.

Gesellschaft in Distanz: Warum Engagement jetzt zählt

In der Verdichtung der letzten Jahre – steigende Kosten, anonymeres Miteinander, digitale Filterblasen – hat sich der Ton verschärft. Die Gesprächspartnerinnen benennen das offen: Weniger Respekt untereinander, mehr Ellenbogen, mehr Vereinzelung. Doch Resignation ist keine Option. Der Seniorenschutzbund Graue Panther Südniedersachsen sucht die kleinen Wege, die zu großen Wirkungen führen: zuhören, aufklären, begleiten, vernetzen. Das schafft Selbstbewusstsein bei Betroffenen, entlastet Angehörige und gibt der öffentlichen Debatte Substanz. Wer Gründe sucht, zu handeln, findet sie im Alltag: die übergroße Wohnung, die zur Last wird; das Formular, das keiner versteht; der Pflegeplatz, der zu teuer ist. Wer Wege sucht, findet sie im Verein – und mit jedem gemeinsamen Schritt wächst die Chance, dass Würde mehr ist als ein Wort im Grundgesetz.

Deine Einladung in unser Studio und was Du aus diesem Gespräch mitnehmen kannst

Wir von „Trude Kuh“ haben mit dem Seniorenschutzbund Graue Panther Südniedersachsen aus Göttingen darüber gesprochen, wie Beratungsangebote Würde sichern, warum bezahlbarer Wohnraum und Pflege bezwingende Hürden sind, wieso „Heute wir und morgen ihr“ gelebte Solidarität bedeutet und weshalb echte Lösungen nur gelingen, wenn Jung und Alt zusammenrücken. Wenn Du Deinen Verein, Deine Initiative oder Dein Unternehmen vorstellen möchtest, laden wir Dich herzlich ein, Dich bei uns zu melden – wir präsentieren Dich im Herzen des „Trude Kuh“ Netzwerks, das mit über 14,5 Mio. Kontakten im Monat enorme Reichweiten und vielfältige Werbemöglichkeiten für Unternehmen bietet. Komm ins TV-Studio von „Trude Kuh“, erzähl Deine Geschichte, zeig, wie Ihr die Gesellschaft besser macht, und nutze die Bühne, die Euch zusteht. Wenn Du einen Verein leitest oder engagiert bist und denkst, dass Eure Arbeit mehr Sichtbarkeit verdient, dann kannst Du jetzt unkompliziert Deinen Verein im Interview vorstellen. Wir von „Trude Kuh“ unterstützen Dich redaktionell, produzieren kompetent und sympathisch auf Augenhöhe und sorgen dafür, dass Deine Botschaft die richtigen Menschen erreicht – von Unterstützern über Ehrenamtliche bis hin zu potenziellen Partnern und Sponsoren. Du willst Haltung zeigen, Mitstreiter finden oder Deine Organisation bekannt machen? Dann melde Dich, komm vorbei und nutze unsere Reichweite und Produktionspower, um Deine Themen groß zu machen. Wir freuen uns auf Dich im „Trude Kuh“ TV-Studio.

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